Rallycross-WM: Mattias Ekström zieht erste Bilanz

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström mit seinem Vater

Mattias Ekström mit seinem Vater

Vor gerade einmal sechs Monaten ist EKS Realität geworden. Nun ist Halbzeit in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft. Haben wir erreicht, was wir uns vorgenommen haben?

Mein Vater sagt immer: «Wenn du nicht alles gibst, kannst du auch nicht alles bekommen.» Wir haben alles gegeben und alles bekommen. Von unserem Sieg in Höljes haben wir vor dem Wochenende nicht zu träumen gewagt, aber er ist Realität geworden. Das war ein ganz wichtiger Erfolg für das Team und unsere tollen Partner, aber auch ein sehr emotionaler Sieg für mich persönlich.

Der Start: Im Juni sind wir in Norwegen mit Autos an den Start gegangen, die erst vor Ort fertiggestellt wurden. Wir hatten eine Menge Herausforderungen, aber wir sind mit beiden Audi S1 EKS RX gestartet. Absolut fantastisch! Das war einer der besten Momente in meinem Leben. Ein eigenes Team, zwei Autos und ein professioneller Auftritt im Fahrerlager, den so niemand erwartet hat.

Die zweite Etappe: Finnland war eine neue Herausforderung. Wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgestellt haben, aber wir haben Erfahrung und einige Kilometer auf der Strecke gesammelt.

Das Highlight: Höljes war in jeglicher Hinsicht ein Spektakel – auf und neben der Strecke. Das Heimevent bei meinem Motorclub Finnskoga MK. 35.000 begeisterte Zuschauer, die die Action und das Wetter in vollen Zügen ausgekostet haben. Das erste EKS Friday’s, zu dem wir Medienvertreter und die Teams eingeladen haben und zu dem wirklich alle gekommen sind: Mehr als 100 Gäste hatten jede Menge Spaß. Zum krönenden Abschluss dann der Sieg, der mir extrem viel Kraft gegeben hat. Beim Gedanken an Höljes bekomme ich noch immer Gänsehaut.

Der nächste Schritt: Von Höljes ging es sofort weiter nach Belgien. Drei Rennen in drei Wochen. Das Team war an der Grenze, aber kam mit der Euphorie des Sieges in Schweden nach Mettet. Wir wussten, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und das Ziel war klar: Ein Auto sollte das Finale erreichen. Auch das haben wir geschafft. Ein gelungenes Wochenende.

Der Ausblick: Während die anderen Teams in Kanada sind und heute Abend den nächsten WM-Lauf absolvieren, haben wir in Schweden getestet. Wir haben noch eine Menge Dinge zu verbessern, aber wir haben auch ein klares Ziel: 2015 wollen wir um den WM-Titel kämpfen. Bei den übrigen Rennen in diesem Jahr möchten wir immer mit beiden Audi S1 EKS RX die Halbfinals erreichen und mindestens ein Auto im Finale der besten sechs Fahrer am Start haben. Wir stehen immer noch am Anfang unserer Reise, aber wenn ich darüber nachdenke, was wir bislang schon alles geschafft haben, kann ich es kaum fassen. Danke an alle, die an mich geglaubt und das möglich gemacht haben.

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