«Keine guten Neuigkeiten»

Kolumne von Franz Zorn
Eisspeedway
Franz Zorn: «Pinkeln macht keinen Spass»

Franz Zorn: «Pinkeln macht keinen Spass»

Ich habe diesmal leider nicht nur good News für euch. In den letzten Tagen ist nämlich wirklich einiges gegen mich gelaufen.

Es begann mit einer Harnröhrenentzündung. Die habe ich kurz vor dem Renn-Wochenende zum ersten Mal bemerkt – da macht pinkeln echt keinen Spass! Ich habe dann am vergangenen Freitag in die Heimat telefoniert und mir ein Rezept auf Russisch geben lassen. Seitdem nehme ich Antibiotika.

Bei den Grands Prix in Ufa (Russland) war die Hütte natürlich von Anfang an voll – 25.000 Zuseher. Auch Red Bull war am Start: Die Kollegen aus Russland haben sich echt Mühe gegeben und jede Menge Werbung gemacht. Eigentlich schien alles perfekt zu sein. Und dann kam der erste Lauf.

Dort bin ich gestürzt und in einen eisigen Schneewall gekracht. Dabei habe ich mir den Rücken ziemlich ramponiert. Glücklicherweise konnte ich weiterfahren und am Samstag einige Läufe gewinnen.

Am Sonntag hat es für die absolute Spitze leider nicht mehr gereicht. Ich habe wirklich gefightet und alles gegeben, was körperlich noch möglich war.

Am Ende fuhr ich im B-Finale auf Platz 2.

In der Gesamtwertung liege ich jetzt auf Platz 3, neun Punkte hinter dem Russen Daniil Ivanov. In Führung ist der grosse Favorit, Nikolaj Krasnikov. Es sieht also nicht schlecht für mich aus.

Einen anderen Österreicher hat es leider sehr schlimm erwischt: Harald Simon. Er hat sich einen doppelten Handbruch zugezogen und ist mit dem Flugzeug nach Hause gebracht worden.

Heute brechen wir dann Richtung Heimat auf. Das wird leider wieder mehr als anstrengend. Hoffentlich kann ich mich bis zum nächsten Rennen in Berlin erholen.

Mein Fazit: Die Station Russland ist Geschichte und in der WM ist noch alles drinn. Dieses Wochenende hatte ich Pech. Mal schauen, wen es in Berlin und Assen erwischt. Auch Krasnikov oder Ivanov können jederzeit stürzen. Unser Sport ist halt kein Kindergeburtstag.

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