Inzell-GP: Daniil Ivanov Sieger und jetzt WM-Leader

Von Manuel Wüst
Eisspeedway-GP

Vier deutsche Fahrer beendeten den ersten Eisspeedway-Grand-Prix in Inzell in den Top-10. Im Finale standen jedoch die vier Russen, welche die Gesamtwertung der Weltmeisterschaft anführen.

Volle Hütte in Inzell. 5700 Zuschauer füllten am Samstagabend die Max-Aicher-Arena und durften insgesamt vier deutsche Laufsiege bejubeln. Den ersten schaffte der Deutsche Meister Markus Jell im vierten Lauf, als er Nikita Toloknov, Jimmy Tuinstra und Tomi Tani hinter sich ließ.

Mit null Punkten starteten hingegen Max Niedermaier und Hans Weber in den Wettbewerb. Nachdem der Auftaktheat wegen eines Sturzes von Ove Ledström in der Startkurve neu gestartet werden musste, führte Niedermaier im Re-Run, ehe auch er von der Strecke flog und wichtige Punkte verlor.

Für Weber endete der erste Lauf ebenfalls mit einem Sturz. Nach missglücktem Start ging der «Eishans» zu weit nach innen, überfuhr die Streckenbegrenzung, kam mit der Streckensicherung in Kontakt und ebenfalls zu Sturz. Somit ein wenig verheißungsvoller Auftakt für die Deutschen.

In den folgenden Durchgängen trumpften vor allem Weber und Jell vom Inn-Isar-Iceracing-Team auf. Weber holte drei Laufsiege und einen zweiten Platz und löste so sicher das Ticket für das Halbfinale. Jell holte nach dem Auftaktsieg weitere fünf Punkte und stand trotz einem Nuller im letzten Durchgang im Halbfinale.

Für Niedermaier wurde die Disqualifikation im ersten Durchgang zum Verhängnis. Sechs Punkte fuhr der Deutsche Meister von 2018 ein, ihm fehlten die drei möglichen Punkte aus dem ersten Durchgang fürs Semifinale.

Aus den Semifinalläufen schafften erwartungsgemäß die Russen den Sprung ins Finale und lieferten sich dort einen vier Runden andauernden Kampf. Nachdem Dmitry Khomitsevich den Start gewann, war es Daniil Ivanov, der sich trotz missglücktem Start den Sieg sicherte. «Das Finale war sehr gut für mich, vom letzten Platz nach vorne zu fahren», grinste Ivanov.

Lange Zeit unschlagbar wirkte Dinar Valeev, der alle Vorläufe und sein Halbfinale gewann, aber Letzter im Finale wurde und so auch die WM-Führung Inzell-Sieger Daniil Ivanov überlassen musste. «Das ist gut, aber wir haben noch drei Rennen zu fahren und müssen hart arbeiten», so Ivanov zur zwischenzeitlichen WM-Führung gegenüber SPEEDWEEK.com. «Jeder Punkt wird wertvoll sein.»

Voll im Renneinsatz waren neben Nachrücker Günther Bauer, der drei Punkte holte und einen Lauf aussetzen musste, auch die Reservefahrer Franz Mayerbüchler und Luca Bauer. Mayerbüchler, der für Franz Zorn ins Feld rückte, holte vier Punkte aus fünf Läufen. Luca Bauer, der einmal seinen Vater ersetzte und für Ove Ledström und Nikita Toloknov zum Zug kam, lieferte mit fünf Punkten ein ansprechendes Ergebnis ab.

Ergebnisse Eisspeedway-GP Inzell/D:

1. Daniil Ivanov (RUS), 19 Punkte
2. Dmitry Khomitsevich (RUS), 18
3. Dmitry Koltakov (RUS), 15
4. Dinar Valeev (RUS), 18
5. Hans Weber (D), 12
6. Stefan Svensson (S), 10
7. Markus Jell (D), 8
8. Niclas Svensson (S), 8
9. Max Niedermaier (D), 6
10. Luca Bauer (D), 5
11. Charly Ebner (A), 5
12. Franz Mayerbüchler (D), 4
13. Ove Ledström (S), 3
14. Günther Bauer (D), 3
15. Nikita Toloknov (RUS), 2
16. Jimmy Tuinstra (NL), 1
17. Tomi Tani (FIN), 0

Gesamtwertung nach 9 von 12 Rennen:

1. Daniil Ivanov (RUS), 116 Punkte
2. Dinar Valeev (RUS), 115
3. Dmitry Koltakov (RUS), 112
4. Dmitry Khomitsevich (RUS), 111
5. Hans Weber (D), 65
6. Nikita Toloknov (RUS), 61
7. Stefan Svensson (S), 51
8. Niclas Svensson (S), 46
8. Martin Haarahiltunen (S), 46
10. Ove Ledström (S), 38
11. Andrej Shishegov (RUS), 36
12. Max Niedermaier (D), 25
13. Konstantin Kolenkin (RUS), 22
14. Charly Ebner (A), 21
15. Franz Zorn (A), 19
16. Markus Jell (D), 12
17. Dmitry Borodin (RUS), 12
18. Stefan Pletschacher (D), 9
19. Luca Bauer (D), 5
20. Franz Mayerbüchler (D), 4
21. German Khanmurzin (RUS), 4
22. Günther Bauer (D), 3

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