Acht-Stunden von Suzuka: Alle gegen Honda

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Kann Honda zum fünften Mal in Folge am kommenden Sonntag, dem 27. Juli, das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka gewinnen oder gelingt es den Konkurrenten, diese Überlegenheit zu beenden?

Die Dominanz von Honda beim Acht-Stunden-Rennen in Suzuka ist sprichwörtlich. Seit der Premiere des für japanische Motorradhersteller wichtigsten Rennens im Jahr 1978 hat die von Sōichirō Honda gegründete Firma mit Fahrern wie Valentino Rossi, Wayne Gardner, Michael Doohan oder Carlos Checa bereits 26 Siege errungen.

Die japanischen Mitbewerben haben es in 36 Jahren gerade einmal auf bescheidene zehn Siege gebracht. Suzuki gewann fünf Mal (1978, 1980, 1983, 2007, 2009), Yamaha durfte vier Siege bejubeln (1987, 1988, 1990, 1996) und Kawasaki triumphierte mit dem damaligen Traumpaar Scott Russell und Aaron Slight lediglich ein einziges Mal, nämlich 1993.

Honda schickt auch heuer wieder zwei aussichtsreiche Mannschaften ins Rennen. MuSASHI RT HARC-PRO vertraut auf die Dienste der Vorjahressieger Takumi Takahashi, Leon Haslam und Michael van der Mark und für FCC TSR Honda – Sieger 2006, 2011 sowie 2012 – sollen es Kosuke Akiyoshi, Jonathan Rea und Lorenzo Zanetti richten. Gemeinsam mit Tady Okada gehörten Akiyoshi und Rea bereits 2012 zum siegreichen Team.

Die besten Chancen die Vorherrschaft von Honda zu brechen hat Monster Energy Yamaha with YSP. Die vom Österreicher Mandy Kainz betreute Truppe erwies sich bei den kürzlich stattgefundenen Testfahrten als überaus stark. Katsuyuki Nakasuga markierte die schnellste Zeit, seine Teamkollegen Broc Parkes und Josh Brookes belegten hinter Michael van der Mark die Ränge 3 und 4.

Für Yamaha wäre es übrigens das Ende einer langen Durststrecke. 1996 siegten der Japaner Noriyuki Haga und Amerikaner Colin Edwards zum letzten Mal für die Marke mit den drei gekreuzten Stimmgabeln.

Anlässlich des 60-jährigen Firmenjubiläums geht Yoshimura Suzuki am 27. Juli mit zwei Teams ins Rennen. Dem ehemalige 500ccm-Weltmeister Kevin Schwantz, der letztes Jahr mit einem dritten Platz in Suzuka ein vielumjubeltes Comeback feierte, werden Satoshi Tsujimoto sowie der ehemalige GP-Sieger und derzeitige Suzuki-MotoGP-Testfahrer Nobuatsu Aoki zur Seite gestellt.

Neben diesem Legendenteam sollen Takuya Tsuda, Josh Waters und Randy de Puniet für einen weiteren Sieg für Yoshimura Suzuki sorgen. Aber auch dem Team von Kagayama Suzuki werden Chancen eingeräumt, die mit dem frischgebackenen Moto2-GP-Sieger Dominique Aegerter sowie den beiden früheren Suzuka-Siegern Yukio Kagayama und Noriyuki Haga an den Start gehen.

Ob Kawasaki nach 1993 endlich den lang erhofften zweiten Sieg einfahren kann, bleibt abzuwarten. So erfolgreich dieser Hersteller bei den legendären 24-Stunden-Rennen in Frankreich ist, so glücklos agiert der kleinste der japanischen Motorradhersteller in Suzuka.
Aber vielleicht gelingt Osamu Deguchi, Hitoyasu Izutsu und Gregory Leblanc vom Team Eva RT Synergy Force Trick Star die große Überraschung.

71 Teams, darunter die Schweizer Mannschaft von Bolliger Team Switzerland mit Horst Saiger, Roman Stamm und Daniel Sutter, Suzuki Endurance (Anthony Delhalle, Erwan Nigon, Damian Cudlin), Yamaha France GMT94 (David Checa, Kenny Foray, Mathieu Gines) und Honda Racing mit Julien da Costa, Sébastien Gimbert und Freddy Foray haben für die 37. Auflage des Acht-Stunden-Rennens in Suzuka ihre Nennung abgegeben.

Mit Motobox Kremer by Shell Advance (Martin Scherrer, Timo Paavilainen, Yoshitaka Miyajima), Motor Events April Moto (Grégory Fastré, Michael Savary, Jimmy Storrar) oder dem vorjährigen WM-Dritten R2CL (Gareth Jones, Gwen Giabbani, Mathieu Lagrive) und wagen sich weitere europäische Teams in die Höhle des Löwen und hoffen auf Weltmeisterschaftspunkte.

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