«Bol d’Or»: Rückkehr nach Paul Ricard

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Kenny Foray (re.) im Gespräch mit Teamkollegen Mathieu Gines

Kenny Foray (re.) im Gespräch mit Teamkollegen Mathieu Gines

Nach 15 Jahren in Magny-Cours kehrt das legendäre Langstrecken-Rennen «Bol d’Or» nächsten September auf die Rennstrecke von Paul Ricard zurück.

Von 1978 bis 1999 beherbergte die Rennstrecke von Paul Ricard in der Nähe von Le Castellet das legendäre Endurance-Rennen um die «Goldene Schüssel.». Der Austragungsort im Süden Frankreichs trug nicht unwesentlich zur Legendenbildung dieses Langstrecken-Klassikers bei, der heuer bereits zum 78. Mal gefahren wurde.

Mit dem Tod des Besitzers und Namensgebers Paul Ricard und dem Verkauf an die Firma Excelis S.A., die zum Familien-Trust von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone gehört, musste sich der «Bol d’Or» für das Jahr 2000 eine neue Austragungsstätte suchen und wurde im Circuit de Nevers Magny-Cours fündig. Doch die Zuseher konnten sich nicht mit der Strecke anfreunden und blieben der Veranstaltung in Massen aus.

In den letzten Jahren wurde die Rennstrecke großzügig umgebaut und steht dem Rennbetrieb wieder zur Verfügung. Das veranlasste den Promoter der Langstrecken-Weltmeisterschaft nach 15 Jahren wieder an die Stätte der großen Erfolge der Achtziger- und Neunzigerjahre zurückzukehren.

Christophe Guyot, Boss des aktuellen Endurance-Weltmeister-Teams Yamaha France GMT94, und sein Fahrer Kenny Foray hatten Ende Oktober die Gelegenheit, die Rennstrecke in Augenschein zu nehmen und einige Runden mit einer Straßenmaschine zu drehen.

«Obwohl es schon so lange her ist, dass ich hier war, hat es sich wie gestern angefühlt, als ich an die Rennstrecke gekommen bin. Es war ein emotionaler Moment für mich», ließ Guyot wissen. «Mit Paul Ricard verbinde ich eine tolle Landschaft, Palmen, gutes Wetter mit viel Sonnenschein und spannende Rennen.»

«Für mich war es eine Premiere. Ich bin noch nie hier gefahren, habe aber viel Geschichten gehört, vor allem von meinem Vater, der hier viel Rennen bestritten hat», wusste Foray zu erzählen. «Es war eine Freude, mit einem Serien-Motorrad einige Runden drehen zu dürfen. Irgendwie ist es ein magischer Ort und ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, im September hier zu fahren.»

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