Enttäuschender EM-Saisonauftakt für Marijan Griebel

Von Toni Hoffmann
ERC
Marijan Griebel bei der Rallye Azoren

Marijan Griebel bei der Rallye Azoren

Mit der atemberaubenden Azoren-Rallye begann am Wochenende die neue Saison der FIA-Rallye-Europameisterschaft (ERC). Für Marijan Griebel gab es jedoch wenig Grund zur Freude.

Der amtierende U28-Europameister konnte sein Potenzial nicht unter Beweis stellen und zog sich vorzeitig aus dem Wettbewerb zurück.

Für viele Fahrer gehört die Azoren-Rallye zu den schönsten Läufen im Kalender der FIA-Rallye-Europameisterschaft. Beim sprichwörtlichen Tanz auf dem Vulkan sind Talent und ein großes Herz gefragt, um auf den schmalen Schotterpisten ganz nach vorne zu fahren. Marijan Griebel konnte hier sein Können bereits mehrfach unter Beweis stellen und erreichte im Vorjahr den beeindruckenden zweiten Platz.

Beste Voraussetzungen für einen gelungenen Start in die diesjährige Saison, auch wenn sich Griebel und Beifahrer Stefan Kopczyk zunächst an ein neues Team und ein neues Fahrzeug gewöhnen müssen. Den Peugeot 208 T16 von Romo Motorsporttechnik kennt Griebel zwar von einem Einsatz in der Deutschen Rallye-Meisterschaft, aber auf Schotter bin ich mit dem Auto noch nie gefahren.“

Ein kurzer Test im Vorfeld der Rallye musste genügen, um sich unter diesen anspruchsvollen Bedingungen an das Auto zu gewöhnen und der Auftakt der Rallye begann verheißungsvoll. Als bester Deutscher platzierte sich Griebel nach dem ersten Tag auf dem achten Gesamtrang, doch zufrieden war er nicht: «Wir müssen am Setup arbeiten. Ich fühle mich im Auto noch nicht wohl.»

Am Freitag setzten sich die Abstimmungsschwierigkeiten fort und Griebel verlor immer mehr das Vertrauen in sein Fahrzeug. Der Pfälzer fiel weit hinter die angepeilten Punkteränge zurück. Die Konsequenz: Vor dem Start der letzten Etappe zog sich das Team aus dem Wettbewerb zurück. «Es hätte keinen Sinn gemacht, unter diesen Umständen weiterzufahren. Wir lagen deutlich hinter unseren Erwartungen zurück und hatten keine Chance mehr, Punkte zu holen. Durch den Verzicht auf die letzte Etappe konnte ich Budget sparen», erklärte der 29-Jährige. ««Wir werden uns jetzt zusammensetzen und genau analysieren, wo die Probleme liegen und wie diese gelöst werden können.»“

Trotz des schlechten Starts in die neue Saison hat Griebel nichts von seiner Motivation verloren. Ganz im Gegenteil. «Natürlich ist das nicht der Auftakt gewesen, den ich mir vorgestellt habe. Aber umso intensiver werden wir jetzt die kommenden Einsätze vorbereiten, um sehr schnell auf die gewohnte Erfolgsspur zurückzukommen», meinte Griebel.

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