Rally Rome Captiale: Claire Schönborn beim Rallye-EM-Lauf gut unterwegs
Das Opel-Duo Claire Schönborn/Michael Wenzel haben beim zweiten Saisonlauf der Junioren-Wertung innerhalb der Rallye-Europameisterschaft einen starken Eindruck hinterlassen.
Bei Schönborns Italien-Premiere auf den kniffligen Asphaltprüfungen - von der spektakulären Stadtprüfung am Fuße des Kolosseums bis hin zu anspruchsvollen Abschnitten im Gebirge des Reatino - zeigten sie nicht nur eine steile Lernkurve, sondern glänzte zwischenzeitlich auch mit Gesamtrang sieben in der Junioren-Wertung. Unter den 40 teilnehmenden Rally4-Teams lagen Schönborn/Wetzel als Duo des ADAC Opel Rally Junior Teams bis kurz vor Rallye-Ende auf der starken 14. Position.
Das guten Ergebnis entglitt der 27-jährigen Hunsrückerin durch einen Ausrutscher auf der abschließenden Powerstage. In einer Bergabpassage rutschten Schönborn/Wenzel auf losem Splitt beim Einlenken tief in einen Graben. Gemeinsam mit enthusiastischen Rallyefans konnten sie ihren Opel Corsa Rally4 allerdings zurück auf die Strecke bringen und die Rallye mit gut zehn Minuten Zeitverlust beenden. Trotz des Malheurs wurde das Team noch auf der guten zehnten Position in der Junior-Wertung aufgeführt.
Der Sieg in der Junior-Wertung der Rallye-EM ging an die Lancia-Piloten Davide Pesavento/Alessio Angeli vor Schönborns ADAC-Opel-Rally-Junior-Teamkollegen Timo Schulz/Maresa Lade.
«Die Rallye Rom war wieder komplett neu für mich, genossen habe ich dennoch jeden Meter. Der Auftakt am Kolosseum war etwas ganz Besonderes. Auch die teils sehr langen Prüfungen am Samstag und Sonntag haben mir gefallen - da war von allem etwas dabei, von engen Ecken bis zu flüssigen Bergauf-Passagen», kommentierte Schönborn die schnelle Rom-Reise.
«Für Sonntag hatten wir uns vorgenommen, die Pace etwas anzuziehen. Das hat gut geklappt. Auf der Powerstage wollten wir einfach nur ins Ziel - das allerdings hat wegen des Ausrutschers kurz vor dem Ziel leider nicht so gut funktioniert».
«Auf WP9 musste ich schon in einer engen Kehre zurücksetzen und habe wertvolle Zeit verloren. Dafür liefen die WP8 bis 10 richtig super. Die Prüfungen haben mich an meine früheren Bergrennen erinnert».
«Auf der letzten WP wollte ich eigentlich gar nicht mehr attackieren. In einer kniffligen Bergab-Passage bin ich dann aber von Splitt auf der Bahn überrascht worden. Ich war nur minimal neben der Spur. Aber die Kurve hat so zugemacht, dass wir geradeaus in den Graben gerutscht sind. Zum Glück standen dort viele Zuschauer, die uns geholfen haben, das Auto wieder auf die Straße zu hieven».
«Wir haben uns beim Asphalt-Debüt mit dem Opel Corsa Rally4 aber über das gesamte Wochenende stetig gesteigert. Und damit bin ich überaus zufrieden und freue mich auf die kommenden Aufgaben».
Der dritte Lauf zur Junior European Rally Championship findet in drei Wochen in Polen statt. Auch der Wettbewerb rund um Katowice geht auf Asphalt über die Bühne. Für Schönborn und Schulz steht allerdings in der Woche zuvor das dritte Kräftemessen im ADAC Opel GSE Rally Cup auf dem Programm. Dann treffen die elektrischen Opel Mokka GSE im Rahmen der Rallye Weiz in der Steiermark aufeinander.
Den Gesamtsieg des EM-Laufs mit 197,02 WP-Kilometern und einer Gesamtdistanz von 1084,76 Kilometern sicherten sich die Skoda-Piloten Roberto Dapra/Luca Guglielmetti.
Die Rally Rome Capitale wird im nächsten Jahr voraussichtlich als ein Lauf zur Rallye-WM ausgerichtet.
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