Lewis Hamilton: Fangio statt Schumacher im Visier

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton: «Ich kann nicht erwarten, dass Sebastian Vettel die gleichen Fehler macht»

Lewis Hamilton: «Ich kann nicht erwarten, dass Sebastian Vettel die gleichen Fehler macht»

Lewis Hamilton beteuert einmal mehr, dass er kein Interesse daran hat, Michael Schumachers Titel-Rekord zu knacken. Stattdessen will er die fünf WM-Titel von Juan Manuel Fangio übertrumpfen.

Im prunkvollen Schloss von Versailles in Frankreich durfte Formel-1-Champion Lewis Hamilton am Freitagabend die Trophäe für seinen viertem WM-Titel in Empfang nehmen. Noch bevor die Zeremonie ihren Anfang nahm, setzte sich der Mercedes-Star hin, um gemeinsam mit verschiedenen Reportern über seine Zukunft zu sinnieren.

Hamilton erklärte selbstbewusst: «Wir werden definitiv noch mehr Titel holen.» Wieviele das sein werden, wollte der erfolgreichste britische GP-Pilot aller Zeiten aber nicht sagen. Stattdessen äusserte der 32-Jährige Zweifel daran, genug lange im GP-Zirkus zu verweilen, um Michael Schumachers Rekord von sieben WM-Titeln zu knacken.

«Ich brauchte zehn Jahre, um diese vier Titel zu erringen, die ich habe. Derzeit verspüre ich immer noch nicht das Verlangen, Schumachers sieben Titel zu erreichen. Aber mit Juan Manuel Fangio gleichzuziehen wäre cool», gestand Hamilton, und fügte an: «Da ich noch einige Jahre hier sein werde, ist das mein Ziel, ich werde versuchen, mindestens fünf Titel zu holen.»

Formel-1-Ikone Fangio holte alle seine fünf WM-Titel in den 1950er-Jahren. Der GP-Star aus Argentinien, der 1995 verstarb, war lange der Titel-Rekordhalten, bevor er 2003 von Michael Schumacher als erfolgreichster GP-Pilot in der Geschichte der Formel 1 abgelöst wurde.

«Wer weiss», seufzte der 62-fache GP-Sieger. «Als ich jünger war, dachte ich immer, dass ich mit 28 Jahren eine Familie haben würde, und das hat sich dann verschoben. Man kann also nie wissen, was kommt.» Und er fügte lachend an: «Es kann doch sein, dass ich in einigen Jahren sage, dass ich weitere zehn Jahre anhängen will. Ich hoffe wirklich, dass das nicht der Fall sein wird. Sonst sitz ich noch hier, wenn ihr schon eine Gehhilfe braucht!»

Hamilton schwärmt aber auch: «Ich liebe die Rennfahrerei. Es gibt sicherlich Aspekte, die ich nicht so mag, das ganze Drumherum. Aber im Auto zu sitzen und mit dem Team arbeiten zu können ist das Grösste.» Vor allem, wenn man dabei so erfolgreich ist wie Hamilton. Damit das so bleibt, will der ehrgeizige Silberpfeil-Pilot auch in diesem Winter weiter zulegen. Mit Blick auf seinen Ferrari-Kontrahenten Sebastian Vettel erklärt er: «Ich kann nicht erwarten, dass er im nächsten Jahr die gleichen Fehler macht. Deshalb muss ich sicherstellen, dass ich nächstes Jahr noch besser bin, damit ich vor ihm bleibe.»

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