Arrivabene (Ferrari): «Der echte Vettel ist zurück»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel und Maurizio Arrivabene

Sebastian Vettel und Maurizio Arrivabene

​Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene spricht über das WM-Finale von Abu Dhabi und einen Star-Fahrer, der seine frühere Form wiedergefunden hat. Der Italiener: «Der echte Vettel ist zurück.»

Ferrari zeigte beim WM-Finale, warum der Titel 2018 gegen Mercedes nicht geholt werden konnte: Zu wenig schnell (Hamilton hatte Vettel jederzeit im Griff), das Auto gemessen an den Silberpfeilen zu anfällig (Ausfall von Kimi Räikkönen, in seinem letzten Grand Prix in Rot).

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene bilanziert bei der italienischen Sky: «Es tut mir sehr leid für Kimi, dass seine Zeit bei Ferrari so zu Ende gehen musste. Zum Glück hat Sebastian mit seinem schönen Rennen den dritten Schlussrang von Räikkönen gesichert.»

Arrivabene über Vettel: «In den letzten paar Rennen haben wir erlebt – der echte Vettel ist zurück. Jedes menschliche Wesen durchläuft Höhen und Tiefen. Es ist sinnlos, mit dem Finger auf einen Einzelnen zu zeigen. Denn wir haben alle von uns selber 2018 mehr erwartet. Man gewinnt und verliert gemeinsam, wir haben Fortschritte gemacht, aber letzlich haben wir verloren.»

Arrivabene ist ein Anhänger der Glas-halb-voll-Theorie: «Wir belegen den zweiten und dritten Rang in der Fahrer-WM. Aber in der Formel 1 zählt nur der Sieger. Allerdings, die Plätze 2 und 3 sind mir lieber als Vierter oder Fünfter zu werden.»

Seit 2007 (Kimi Räikkönen) und 2008 (Konstrukteurs-Pokal) ist Ferrari jetzt ohne Sieg. Selbst Fernando Alonso schaffte das in seinen fünf Jahren in Maranello nicht.

Ferrari nach 2007: Die besten Platzierungen

2008
Fahrer: 2. (Felipe Massa)
Marken: 1.

2009
Fahrer: 6. (Kimi Räikkönen)
Marken: 4.

2010
Fahrer: 2. (Fernando Alonso)
Marken: 3.

2011
Fahrer: 4. (Fernando Alonso)
Marken: 3.

2012
Fahrer: 2. (Fernando Alonso)
Marken: 2.

2013
Fahrer: 2. (Fernando Alonso)
Marken: 3

2014
Fahrer: 6. (Fernando Alonso)
Marken: 4.

2015
Fahrer: 3. (Sebastian Vettel)
Marken: 2.

2016
Fahrer: 4. (Sebastian Vettel)
Marken: 3.

2017
Fahrer: 2. (Sebastian Vettel)
Marken: 2.

2018
Fahrer: 2. (Sebastian Vettel)
Marken: 2.

Michael Schumacher brauchte damals die fünfte Saison, um endlich den Titel zu erreichen. Sebastian Vettel steht vor seiner fünften Saison, vielleicht ist das ein gutes Omen.

Ferrari: Jahr 1
Michael Schumacher 1996
15 GP, 4 Pole-Positions, 3 Siege, 2 beste Rennrunden, 8 Podestplätze, WM-Dritter

Sebastian Vettel 2015
19 GP, 1 Pole-Position, 3 Siege, 1 beste Rennrunde, 13 Podestplätze, WM-Dritter

Ferrari: Jahr 2
Michael Schumacher 1997
17 GP, 3 Pole-Positions, 5 Siege, 3 beste Rennrunden, 8 Podestplätze, von WM ausgeschlossen (nach Rammstoss gegen Jacques Villeneuve beim Finale in Jerez)

Sebastian Vettel 2016
20 GP, keine Pole-Position, kein Sieg, 3 beste Rennrunden, 3 Podestplätze, WM-Vierter

Ferrari: Jahr 3
Michael Schumacher 1998
16 GP, 3 Pole-Positions, 6 Siege, 6 beste Rennrunden, 11 Podestplätze, WM-Zweiter

Sebastian Vettel 2017
20 GP, 4 Pole-Positions, 5 Siege, 5 beste Rennrunden, 11 Podestplätze, WM-Zweiter

Ferrari: Jahr 4
Michael Schumacher 1999
10 GP, 3 Pole-Positions, 2 Siege, 5 beste Rennrunden, 6 Podestplätze, WM-Fünfter

Sebastian Vettel 2018
21 GP, 5 Pole-Positions, 5 Siege, 2 beste Rennrunden, 12 Podestplätze, WM-Zweiter

Weblinks

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