Karun Chandhok: «Der Formel-1-Sound fehlt mir»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Karun Chandhok

Karun Chandhok

Ex-Formel-1-Pilot Karun Chandhok verbindet grosse Hoffnungen mit den Regeländerungen, die für 2021 geplant sind. Der Inder plädiert für mehr Lärm: «Jeder Fan versteht, warum der Sound wichtig ist.»

Bereits in diesem Winter müssen die Formel-1-Ingenieure mit einigen Regeländerungen klarkommen. Diese betreffen allerdings vorwiegend die Aerodynamik. Speziell Front- und Heckflügel der neuen GP-Renner werden im Vergleich zu den bisher erlaubten Versionen vereinfacht, um die Luftverwirbelungen an den Autos einzudämmen und damit spannendere Verfolgungsjagden zu garantieren.

Auf 2021 wollen die Formel-1-Verantwortlichen schliesslich umfassendere Änderungen einführen und damit die Weichen für eine noch erfolgreichere Zukunft des Sports legen. Der frühere GP-Pilot und Sky-F1-Experte Karun Chandhok sieht dies als grosse Chance an, die Formel 1 grundlegend zu verbessern. An der Autosport International Show erklärte er: «Für die Formel 1 ist das eine grossartige Chance». Er fügte aber auch gleich an: «Ob diese auch genutzt wird, werden wir sehen.»

«Bis jetzt haben wir noch keine konkreten Regeln für 2021 gesehen», kritisierte der Inder. «Es gibt viele Gerüchte und Gespräche, aber noch hat sich nicht wirklich herauskristallisiert, was kommen wird, deshalb müssen wir noch abwarten. Ich hoffe aber, dass man die Chance nutzt und einen Neustart hinlegt.»

Und Chandhok forderte: «Jemand aus der Formel-1-Führung oder von Liberty Media muss den Stier bei den Hörnern packen und sagen: ‚Schaut, wir werden den Sport noch besser machen, wir werden das Racing verbessern und sicherstellen, dass die Autos weniger kompliziert ausfallen. Wenn ihnen das gelingt, dann ist das für alle, die zuschauen, ein Gewinn.»

Der 35-Jährige hofft vor allem auf eine Verbesserung des Formel-1-Sounds, der seit der Einführung der V6-Turbo-Hybridmotoren in der Saison 2014 für viel Kritik sorgt. «Jeder Fan versteht, warum der Sound der Autos so wichtig ist», betonte er. «Es ist eine sehr emotionale Angelegenheit. Früher lebte ich in der Nähe von Silverstone und ich konnte die Formel-1-Tests hören, die dort stattgefunden haben. Ich fuhr dann schnell hin, um zuzuschauen, weil ich ein Fan des Sports war. Ich denke, der Sound fehlt heute etwas.»

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