Formel 1

USA-GP in Austin: 25 Millionen Dollar bewilligt

Von - 10.05.2019 15:40

​Im Februar 2019 wurde den Veranstaltern des Grand Prix der USA auf dem Circuit of the Americas von Austin (Texas) ein Zuschuss von 25 Millionen Dollar verweigert. Nun lenkt der Bundesstaat ein.

Das klang übel: Die Veranstalter des Grossen Preises der USA in Austin (Texas) mussten sich im vergangenen Februar darauf gefasst machen, ein 25-Millionen-Dollar-Loch in ihrem Budget füllen zu müssen – wegen eines ärgerlichen Formfehlers.

Zur Erinnerung: Das ganze Abkommen zwischen den Texanern und dem früheren Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone basiert finanziell auf einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 25 Millionen pro Jahr. Ausgemacht wurden insgesamt 250 Millionen Dollar über den Zeitraum von zehn Jahren (bis Ende 2021). Dieses Geld stammt aus einer Spezialkasse für besondere Veranstaltungen, dem so genannten «Major Events Trust Fund».

Aus dieser Kasse werden in der Regel grosse Sportveranstaltungen wie ein American-Football-Spiel um den Super Bowl unterstützt. Die Kasse wird durch Steuereinnahmen aus Einzelhandel, Hotelübernachtungen, Mietwagengeschäft und Alkoholverkauf gespiesen. Abgenickt wurde diese Summe vom damaligen Gouverneur Rick Perry (von Dezember 2000 bis Januar 2015 auf diesem Posten) und seiner Rechnungsprüferin Susan Combs. Das Formel-1-Rennen ist die einzige Veranstaltung, die über eine so lange Laufdauer gefördert wird, die Entscheidung damals erzeugte im Kapitol von Austin lange und hitzige Diskussionen.

Für die Ausgabe 2018 hatte der Staat Texas den formellen Antrag des Circuit of the Americas (COTA) zur Zahlung obiger 25 Millionen Dollar abgelehnt, wegen eines Formfehlers. Ein Sprecher des texanischen Gouverneurs Greg Abbott: «Das Gesetz ist glasklar. Wenn kein Plan zur Vorbeugung gegen Menschenhandel eingereicht wird, und zwar 30 Tage vor dem jeweiligen Anlass, dann kann kein Anspruch auf Geld aus dem Major Events Trust Fund erhoben werden.» Der Vorbeugeplan dreht sich um verschärftes Bemühen in Texas, gegen Prostitution vorzugehen. Prostitution ist in Texas illegal.

Seitens COTA hiess es, ein entsprechender Plan sei bereits für das MotoGP-Rennen auf der texanischen Rennstrecke eingereicht worden und für zahlreiche andere Veranstaltungen auf der Anlage. Die Umsetzung sei also nicht das Problem, der Plan gelte für das ganze Jahr, einschliesslich des Formel-1-Rennens. Damit sei jedes Mal ein einzelner Antrag unnötig.

Nun lenkt der Bundesstaat ein: COTA darf den Antrag erneut stellen, wie im texanischen Repräsentantenhaus abgenickt worden ist. Nun muss noch der Senat zustimmen, was als Formsache gilt. Damit fliesst der Zuschuss von 25 Millionen Dollar auch 2019.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM

siehe auch

Formel 1

Ayrton Senna, Roland Ratzenberger: 25 Jahre danach

Produkte

John Barnard: Das perfekte Auto eines Perfektionisten

Formel 1

Auto für Pirelli 2021: Mercedes hilft, Ferrari kneift

Formel 1

Mick Schumacher im 1. Training Barcelona 8.

Formel 1

Formel-1-CEO Chase Carey: Probleme F1 TV bis 2020

Formel 1

FP1 Barcelona: Bottas-Bestzeit trotz Hydraulik-Sorgen

Formel 1

Vettel und Ricciardo: Meilenstein im Spanien-GP?

Formel 1

Ex-Renault-Chef Ghosn: Laptop aus Libanon belastend

Formel 1

Sebastian Vettel über Charles Leclerc: «Kein Ärger»

Formel 1

Spanien-GP im Fernsehen: Heute geht die Action los

Formel 1

Max Verstappen: «Formel 1 nicht wie Champions League»

Formel 1

Renault: Neuer Motor für Hülkenberg und Ricciardo

Formel 1

Lewis Hamilton (Mercedes): «Kein Team versteht das»

Formel 1

Charles Leclerc, Ferrari: «Wir sind nicht beunruhigt»

Formel 1

Zandvoort statt Barcelona? Das sagen die GP-Stars

Formel 1

Sebastian Vettel zu Ferrari: Stimmung besser als 2018

Formel 1

Kimi Räikkönen (Alfa Romeo): «Bin nicht wichtiger»

Formel 1

Ferrari: Keine neuen Motoren für Alfa Romeo und Haas

Formel 1

Fette Überraschung: BMW-Werksfahrer fährt Formel 1

Formel 1

Mick Schumacher in Barcelona: Mehr Selbstvertrauen

Formel 1

Ecclestone: «Leclerc schneller als Vettel – seltsam»

Formel 1

Brasilien-GP ab 2020 wieder in Rio de Janeiro

Formel 1

Louis Camilleri: Das sagt er zur Ferrari-Misere

Formel 1

Gerhard Berger: «Schreibt Vettel im Ferrari nicht ab»

Formel 1

Ferrari bestätigt: Mick Schumacher nicht im Ferrari

Formel 1

Verrückt: 2006er Honda RA106 als Mercedes-Silberpfeil

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Jorge Lorenzo: Das Ende einer großen Karriere

Von Günther Wiesinger
Viele alte Weggefährten umarmten Jorge Lorenzo heute nach seiner Rücktritts-Pressekonferenz. SPEEDWEEK.com blickt auf die außergewöhnliche Karriere des Spaniers zurück.
» weiterlesen
 

TV-Programm

So. 08.12., 23:40, Motorvision TV
High Octane
Mo. 09.12., 00:00, Anixe HD
Anixe Motor-Magazin
Mo. 09.12., 00:20, SPORT1+
SPORT1 News
Mo. 09.12., 01:45, Hamburg 1
car port
Mo. 09.12., 02:00, Sky Sport 2
Formel 1: Großer Preis von Abu Dhabi
Mo. 09.12., 03:35, Motorvision TV
Streetwise - Das Automagazin
Mo. 09.12., 04:50, SPORT1+
SPORT1 News
Mo. 09.12., 05:30, Puls 4
Café Puls mit PULS 4 News
Mo. 09.12., 05:35, Motorvision TV
Dakar Series China Rally 2017
Mo. 09.12., 06:00, Sat.1
Café Puls mit Puls 4 News
» zum TV-Programm