Kein Risiko: Trackhouse Racing und Raul Fernandez – Einigung für 2027
Noch vor wenigen Wochen schien der Weggang von Raul Fernandez bei Trackhouse Racing beschlossene Sache. Doch für 2027 wollen es das US-Team und der WM-Sechste aus Spanien noch einmal probieren.
Kaum waren die offiziellen Verträge zwischen der MotoGP und den fünf Herstellern unterschrieben, ging es los mit den Bekanntmachungen der ersten Fahrerverträge. Ganz vorne dabei: Aprilia. Das in der Herstellerwertung führende Projekt setzt mit dem Beginn der neuen MotoGP-Ära voll auf Italien. Angestrichen mit Pathos wurde das
Mit der bewusst auf heimatliche Kräfte getrimmten Ausrichtung verdichteten sich auch die Vorzeichen, dass Trackhouse Racing mitzieht und ab 2027 ebenfalls mit Italien ausrückt. Bereits seit Monaten galt das Andockmanöver von Enea Bastianini als Nachfolger von Ai Ogura (der 2027 für Yamaha antritt) als sicher. Als KTM schließlich die Frist für eine Verlängerung mit Bastianini Ende Juni verstreichen ließ, war endgültig klar, dass «La Bestia» in der nächsten Saison wieder auf einem italienischen Renner sitzen wird.
Genährt wurde die Vermutung durch eine Aussage von Trackhouse-Manager Davide Brivio. Der hatte während des Balaton-GP gegenüber Raul Fernandez auf neutral geschaltet und einen Vertrag für 2027 weder ausgeschlossen noch vorangetrieben. Raul Fernandez reagierte mit einer sportlichen Offensive. Nach dem niederschmetternden Abschuss in Ungarn – ausgerechnet durch Markenkollegen Jorge Martin – fuhr Fernandez in Brünn gesundheitlich angeschlagen auf die Ränge 6 und 7. Nur Tage später und auskuriert steuerte er die Tackhouse-Maschine im Sprint zum Sieg und als Zweiter im GP wieder aufs Podest.
In der WM-Tabelle sprang der Madrilene wieder zwei Ränge vor auf Position 6. Damit ist «RF25» zwar der schlechteste der vier RS-GP-Athleten, doch sein Marktwert stieg. Fernandez war auch bei Trackhouse wieder im Geschäft. Wie bereits auf SPEEDWEEK.com berichtet, entschied sich das Management des einzigen US-MotoGP-Teams für eine Einjahres-Variante, um Fernandez zu halten. Unklar ist, ob sich das Management auf die Kurzzeit-Lösung eingelassen hat. Am generellen Beschluss, noch einmal gemeinsam auf Punktejagd zu gehen, dürfte das nichts ändern. Statt auf die Dienste eines Neueinsteigers zu setzen, sollen zwei etablierte Piloten das gegenwärtige Hoch halten.
Nicht zu vergessen ist: 2025 schloss Trackhouse die Saison mit Fernandez und Rookie Ai Ogura in der Teamwertung auf dem siebten Platz ab. Aktuell ist die Lage gänzlich anders. Mit dem
Die noch nicht offiziell bestätigte Entscheidung für den WM-Sechsten Raul Fernandez bei Trackhouse als Teamkollegen von Bastianini reduziert zugleich die Möglichkeiten für einen Rookie. Die beiden Moto2-Intact-GP-Piloten Manuel Gonzalez und Senna Agius, die zuletzt in Assen zum wiederholten Mal gemeinsam auf dem Moto2-Podium standen, stehen damit nur noch auf der Liste von Tech3. Ob einzeln oder im Doppelpack, beide Varianten sind vorstellbar.
MotoGP-Startfeld 2027:
DUCATI:
Lenovo: Marc Marquez (E), Pedro Acosta (E)
VR46: Fermin Aldeguer (E), Nicolo Bulega (I)
Gresini: Daniel Holgado (E), Joan Mir (E)
APRILIA:
Aprilia Racing: Marco Bezzecchi (I), Pecco Bagnaia (I)
Trackhouse: Enea Bastianini (I), Raul Fernandez (E)
KTM:
Factory Racing: Alex Marquez (E), Fabio Di Giannantonio (I)
Tech3: Binder? Vinales? Gonzalez? Agius?
HONDA:
HRC: Fabio Quartararo (F), Moreira oder Alonso
LCR: Johann Zarco (F), Moreira oder Alonso
YAMAHA:
Factory Racing: Jorge Martin (E), Ai Ogura (J)
Pramac: Toprak Razgatlioglu (TR), Izan Guevara (E)
Fahrernamen in fett = bestätigt
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



