Mattia Binotto: «WM-Titel für Ferrari kein Tabu»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
 Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto betont, dass die Scuderia die diesjährige WM noch nicht abgeschrieben hat. Damit reagiert er auf die Kommentare einiger F1-Experten, wonach Ferrari sich auf 2020 konzentrieren sollte.

Nachdem Mercedes die ersten fünf WM-Läufe des Jahres allesamt auf den Plätzen 1 und 2 beenden konnte, muss sich Ferrari sehr viel Kritik anhören. Auch der frühere Red Bull Racing-Pilot Mark Webber äzte im Gespräch mit «Sky Italia»: «Wenn sich so etwas über Monate hinzieht, dann muss sich Ferrari an einem bestimmten Punkt auf die WM 2020 konzentrieren. Wenn sie in Kanada noch immer hinterherfahren, dann haben sie ein echtes Problem.»

Das will Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nicht auf sich sitzen lassen. Der in Lausanne aufgewachsene italienisch-schweizerische Doppelbürger stellte in seiner Medienrunde in Monaco mit Blick auf die Aussagen des 42-jährigen Australiers klar: «Mercedes schlug sich bisher besser als wir, aber es ist noch Zeit, um den Rückstand aufzuholen.» Zur Erinnerung: Die Sternmarke führt die WM bereits mit 96 Punkten Vorsprung auf die Roten an.

Dennoch betont der Ingenieur, dass der Gewinn der Weltmeisterschaft in Maranello kein Tabu-Thema ist. «Das war es nicht zu Beginn der Saison, und deshalb muss es das auch nicht heute sein. Ja, unsere Erwartungen waren während der Wintertestfahrten höher. Die WM-Tabelle gibt uns nicht recht. Aber ich glaube, dass die eigene Performance in der Formel 1 nie eine absolute Grösse ist, sie bezieht sich immer auf die Leistung der Gegner.»

Binotto will denn auch nicht behaupten, dass das Ferrari-Konzept von 2019 fehlerhaft sei. Im Gegenteil, er verweist auf die Tatsache, dass sich das Auto in einigen Rennen durchaus als gut herausgestellt hat. «Unsere Gegner haben mehr Punkte geholt, aber es stimmt auch, dass wir in Bahrain sehr viel besser hätten abschneiden können, vielleicht auch in Baku. Insgesamt stellt sich Mercedes besser an als wir, aber es kommen noch Strecken, die uns in die Hände spielen werden und auf denen wir konkurrenzfähig sein können.»

«Natürlich müssen wir aufholen, aber dazu bleibt uns noch genug Zeit. Als Team müssen wir beweisen, dass wir unser Auto richtig verstehen und wissen, wie wir es verbessern können. Wir müssen uns Rennen für Rennen steigern und versuchen, noch besser abzuschneiden. Abgerechnet wird erst am Schluss», fügte der Lockenkopf trotzig an.

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