Formel 1

Mattia Binotto (Ferrari): Stallorder für Vettel weg?

Von - 12.07.2019 20:20

​Ferrari-Teamchef Mattia Binotto weiss nicht, wie er den Silverstone-Freitag einordnen soll. Und er stellt klar, wie das mit der Stallorder zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc weitergehen soll.

Auch nach vielen Jahren Formel 1 und einer unfassbaren Datenmenge fällt es einem so hellen Kopf wie Mattia Binotto nicht leicht, die Rundenzeiten eines Freitags realistisch einzuordnen. «Generell bleibe ich bei meiner Meinung – eine Strecke wie Silverstone ist für uns ein wenig schwieriger als eine Piste wie in Österreich. Wir waren sehr gespannt darauf zu sehen, ob sich die Fortschritte bei den letzten Rennwochenenden hier fortsetzen. Es ist schwer zu sagen, was dieser Freitag bedeutet.»

«Wir hatten einen hohen Verschleiss der Vorderreifen, vor allem vorne links. Das hat sich sogar auf einer einzigen Quali-Runde ausgewirkt. Wir waren gut bei der Musik in den ersten beiden Pistensektoren, aber eher schwach im letzten Streckenteil. Der Wagen untersteuerte zu stark. Wir werden uns nun darauf konzentrieren, die Vorderreifen mehr zu schonen. Erst wenn uns das gelingt, kann ich besser einschätzen, wie stark wir hier sein können.»

Wie schaut es mit den jüngsten Ferrari-Verbesserungen aus? Mattia Binotto fährt fort: «Wir hatten einen neuen Unterboden nach Frankreich gebracht, der sich nicht bewährt hat. Andere Teile wie etwa Flügel vorne und hinten blieben am Wagen. In Österreich dann haben wir versucht, die Ursache dafür zu finden, wieso der Boden nicht wie erhofft funktionierte. Beim folgenden Test haben wir Antworten auf diese Fragen erhalten. Wir setzen hier den gleichen Boden ein. Aber der Boden ist nur ein Teil unseres Evo-Programms, wir entwickeln fortlaufend.»

«Von den letzten drei Rennen hätten wir zwei gewinnen können, in Kanada und in Österreich. Ich glaube daher, dass wir generell stärker werden. Aber einige Pisten passen besser zu unserem Wagen als andere. Unser Ziel muss darin bestehen, auf jeder Art Rennstrecke siegfähig zu sein.»

Zu Beginn des Jahres hatte Binotto erklärt: Wenn es zwischen den Piloten hart auf hart zugeht, dann erhält Vettel Vorfahrt. Aber der Fahrer-WM-Titel scheint nach neun Rennen in weiter Ferne zu sein. Welche Auswirkungen hat das auf das Vorgehen am Ferrari-Kommandostand? Binotto antwortet: «Zunächst einmal wollen wir für Ferrari das bestmögliche Ergebnis einfahren. Die 50:50-Situation wird je nach Rennsituation eingeschätzt und umgesetzt. Fakt ist, dass Vettel in der WM der besser platzierte Fahrer ist. Wenn es also eng wird, dann bekommt Vettel weiterhin Vorfahrt.»

«Gleichzeitig hat Charles bewiesen, welch schneller Fahrer er ist. Er stand in Bahrain und Österreich auf Pole, er hätte beiden Rennen gewinnen können, und ich bin davon überzeugt, dass dieser erste Sieg kommt.»


Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM

siehe auch

Formel 1

Lewis Hamilton: Neuer Asphalt, Silverstone anders

Formel 1

Sebastian Vettel (Ferrari): Sein Silverstone-Favorit

Formel 1

Max Verstappen (Red Bull Racing): «Das war nichts»

Formel 1

Ferrari-Junior Mick Schumacher: Nur 13. in England

Formel 1

Silverstone: Bottas vor Hamilton, Ferrari lauert

Formel 1

Claire Williams zu Robert Kubica: «Das ist verrückt»

Formel 1

Formel-1-Zukunft: Sebastian Vettel spricht für Fahrer

Formel 1

Sebastian Vettel: Rücktritt 2021 von Regeln abhängig

Formel 1

Mick Schumacher in Silverstone 11., Ghiotto vorne

Formel 1

1. Training Silvertone: Gasly vorne, Räikkönen-Aus

Formel 1

Nico Hülkenberg (Renault): «Österreich war extrem»

Formel 1

Sebastian Vettel: Weg mit Ferrari klar, Titel futsch

Formel 1

Claire Williams: Dementi über Motoren für 2021

Formel 1

Haas-Sponsor Rich Energy: Situation immer verrückter

Formel 1

Silverstone im Fernsehen: Mehr Kies statt Asphalt

Formel 1

Charles Leclerc zu Verstappen-Rempler: «Dann eben so»

Formel 1

Ferrari-Lieferant in Silverstone: Flüchtlinge im Lkw!

Formel 1

Haas doch mit Rich Energy: Peinliches Geständnis

Formel 1

Daniel Ricciardo: «Ich sah aus wie ein Depp»

Formel 1

Sebastian Vettel (Ferrari): «Wichtig ist der Glaube»

Formel 1

Lewis Hamilton: «Ich habe nie an mir gezweifelt»

Formel 1

History: Zwei Formel-1-Rekorde für Silverstone

Formel 1

Max Verstappen: «Lewis Hamilton wird auch mal alt»

Formel 1

Rich Energy-Schock: Das sagt Günther Steiner (Haas)

Formel 1

Kimi Räikkönen (Alfa Romeo-Sauber): «So geht das»

Formel 1

Formel-1-Startfeld 2020: Wer um sein Cockpit zittert

Formel 1

Red Bull Racing-Honda in Silverstone: Mit 007-Logo

Formel 1

Haas-Team ohne Sponsor: Rich Energy haut ab

Formel 1

Schreck in Silverstone: Irrer Pfarrer auf der Piste

Formel 1

Silverstone: Michael Schumacher-Sieg in Ferrari-Box

Formel 1

Martin Donnelly: Geld sammeln gegen Bein-Amputation

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Jorge Lorenzo: Das Ende einer großen Karriere

Von Günther Wiesinger
Viele alte Weggefährten umarmten Jorge Lorenzo heute nach seiner Rücktritts-Pressekonferenz. SPEEDWEEK.com blickt auf die außergewöhnliche Karriere des Spaniers zurück.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Fr. 13.12., 23:45, Hamburg 1
car port
Sa. 14.12., 00:30, SPORT1+
SPORT1 News
Sa. 14.12., 00:45, Hamburg 1
car port
Sa. 14.12., 01:15, Motorvision TV
Racing Files
Sa. 14.12., 01:45, Motorvision TV
MotorStories
Sa. 14.12., 02:20, SPORT1+
SPORT1 News
Sa. 14.12., 03:20, SPORT1+
SPORT1 News
Sa. 14.12., 03:50, Motorvision TV
Dream Cars
Sa. 14.12., 04:15, Motorvision TV
Dream Cars
Sa. 14.12., 05:15, Hamburg 1
car port
» zum TV-Programm