Sauber-Rettung: Welcher Autokonzern kommt in Frage?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sauber: Statt H wie Honda vielleicht H wie Hyundai?

Sauber: Statt H wie Honda vielleicht H wie Hyundai?

Peter Sauber und Monisha Kaltenborn kämpfem um das Überleben ihres Rennstalls. Angeblich verhandeln sie dabei auch mit einem asiatischen Automobil-Hersteller.

Gemäss der «Handelszeitung» verhandeln die Teambesitzer Peter Sauber und Monisha Kaltenborn nicht nur mit Investoren aus Osteuropa (mehr dazu in den Links unten), sondern auch mit einem international tätigen asiatischen Autokonzern. Wer käme dafür in Frage?

Honda
Steigt 2015 mit McLaren wieder in die Formel 1 ein. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Engagement bei Sauber als wenig wahrscheinlich.

Toyota
Die Rückkehr von Honda hat intern bei Toyota die Frage geweckt, ob man nicht auch auf die international beachtetste Bühne zurückkehren solle. Toyota betreibt ein technisch hochstehendes und weltweit kaum beachtetes Programm in der Langstrecken-WM (abgesehen vom Zuschauer-Magneten Le Mans). Das Engagement in der Königsklasse von 2002 bis 2009 war ein finanzielles Loch ohne Boden. Allerdings: Toyota betreibt mit Lexus einen Luxus-Ableger so wie Nissan mit Infiniti. Auch das prestigewirksame Infiniti-Engagement mit Red Bull Racing wäre für Toyota ein Grund zur Reaktion.

Nissan
Über Teilhaber Renault in der Formel 1 verbunden mit Red Bull Racing, Toro Rosso, Lotus und Caterham, mit Infiniti Partner von Red Bull Racing. Da ist für Sauber kein Raum.

Mitsubishi
Musste aus Finanzgründen 2007 aus der Rallye-WM und 2009 aus dem Marathon-Rallyesport aussteigen. Formel 1 passt da weder finanziell noch vom Image her.

Suzuki
Steigt wieder in die MotoGP ein. Die Formel 1 ist für den Motorrad-Spezialisten die falsche Bühne.

Mazda
Seit Jahren auf Langstreckensport spezialisiert.

Hyundai
Dem Mischkonzern (dem auch die Automarka Kia gehört) wird seit längerem Lust auf Formel 1 nachgesagt. 2010 sagte jedoch der damalige Vorsitzende von Hyundai, Chung Eui-sun: «Unsere Priorität besteht darin, unseren Marktanteil in Europa zu steigern.» Das Geld für ein Formel-1-Engagement wäre da: Die Automarke Hyundai machte 2011 einen Reingewinn von 5,5 Milliarden Euro (bei einem Umsatz von 55,2 Mia).

Chinesische Marken
Die chinesischen Automarken stecken in den Kinderschuhen, die meisten Modelle gelten in Sachen Technik und Sicherheit als rückständig. Die Chinesen lernen schnell. So lange jedoch die Exportzahlen so niedrig sind, macht ein globales Engagement wie in der Formel 1 wenig Sinn.

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