Lewis Hamilton in Abu Dhabi: Die Angst als Beifahrer

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Lewis Hamilton will unbedingt wieder aufs Podium

Lewis Hamilton will unbedingt wieder aufs Podium

Für Lewis Hamilton war der Grand Prix von Abu Dhabi eine kleine Zitterpartie. Nach einem Bremsscheibenwechsel in der Startaufstellung hoffte der Mercedes-Pilot, dass über die 55 Rennrunden alles gutgehen würde.

Auf dem Weg in die Startaufstellung zum Grand Prix von Abu Dhabi funkte Lewis Hamilton bereits an seine Box, dass sein Auto ungewöhnliche Vibrationen hätte, woraufhin seine Crew noch vor dem Start in Windeseile die hinteren Bremsscheiben seines Mercedes wechselte. Trotzdem war dem Briten nicht ganz wohl. Der Gedanke an einen Bremsdefekt auf den beiden langen Geraden des Yas Marina Circuit fuhr mit.

«Das war heute ein schwieriges Rennen. Für mich lief es leider nicht richtig zusammen und ich bin mir noch nicht ganz sicher, warum das so war - denn ich habe wie immer alles gegeben», sagte der Engländer am Abend. «Ich hatte nicht den nötigen Grip und auf dieser Strecke ist es sehr schwierig, zu überholen, wenn man im Verkehr feststeckt. Jetzt müssen wir herausfinden, warum ich momentan nicht die bestmögliche Performance aus dem Auto herausholen kann.»

Schon am Samstag hatten Hamiltons Mechaniker viel zusätzliche Arbeit, nachdem im Qualifying die Aufhängung des Mercedes gebrochen war. «Die Jungs haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, um mein Auto zu reparieren und es für das Rennen fertig zu bekommen, dann ist es umso frustrierender, wenn man für sie keine bessere Leistung abliefern kann. Ein großes Dankeschön an jeden im Team für diesen enormen Einsatz», bedankte sich der 28-Jährige bei seinem Team.

«Das Rennen von Lewis wurde nach seinem ersten Stopp von anderen Fahrern beeinflusst, wobei es ihm unmöglich war, im Verkehr zu überholen. Das gehört zu den Schwächen unseres aktuellen Pakets und so verbrachte er einen Großteil seines Rennens hinter langsameren Autos, ohne seinen wahren Speed zeigen zu können», erklärte Teamchef Ross Brawn.

«Jetzt müssen wir unsere kleinen, grauen Zellen anstrengen, um einen effektiveren Kompromiss zu finden - denn es macht wenig Sinn, ein schnelles Auto zu haben, wenn man die Performance im Rennen nicht ausnutzen kann.»

Dank Nico Rosbergs drittem und Lewis Hamiltons siebtem Platz konnte Mercedes den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung aber weiter festigen, ein kleiner Trost für Lewis Hamilton, der nun auf die letzten beiden Grands Prix der Saison setzt, um es seinem Teamkollegen gleichzutun und auch wieder auf dem Podium zu landen. «Es ist großartig, dass wir unseren Vorsprung im Kampf um Platz zwei in der Konstrukteurs-Wertung ausgebaut haben. Jeder Punkt zählt und Nico hat heute eine sehr gute Leistung gezeigt, in dem er das Potential des Autos voll ausgeschöpft hat. Hoffentlich verlaufen die letzten beiden Rennen für mich besser - ich freue mich auf diese Herausforderung.»

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