Romain Grosjean: Gute Erinnerungen an Montreal

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Im Leitplankendschungel von Monaco war Romain Grosjean Achter

Im Leitplankendschungel von Monaco war Romain Grosjean Achter

2012 stand Romain Grosjean beim Grand Prix von Kanada zum ersten Mal auf Platz 2 des Podiums. Nun hofft der Lotus-Pilot, in Montreal den Aufwärtstrend der letzten beiden Rennen fortzusetzen.

In Monaco kam Romain Grosjean zum zweiten Mal in Folge ins Ziel und zum zweiten Mal als Achter. Nach vier Nullrunden bei den vorherigen Rennen scheint Lotus langsam zu alter Stärke zurückzufinden. Romain Grosjean hofft jedenfalls, dass er in Montreal da weitermachen kann, wo er in Monte Carlo aufgehört hat.

Was für Erinnerungen hast Du an Montreal?

Ich habe aus 2012 sehr gute Erinnerungen, als ich vom Startplatz 7 auf meinen ersten zweiten Platz in der Formel 1 gefahren bin. Es war ein wirklich großartiger Tag und es war ein starkes Mannschaftsergebnis, als wir eine Ein-Stopp-Strategie verwendet haben, um nach einem enttäuschenden Qualifyingergebnis aufs Podium zu fahren. Letztes Jahr war nicht so gut und wir kämpften mit dem nassen Wetter und den Bedingungen. Montreal ist eine wunderbare Stadt und viele Leute sprechen französisch, daher ist es für mich fast wie ein Heimrennen und die Fans heißen einen so herzlich willkommen und haben viel Ahnung. Es gibt auch einige sehr gute Restaurants in Montreal und das ist immer ein Bonus.

Wie groß ist die Herausforderung auf dem Circuit Gilles Villeneuve?

Montreal ist ein Zwischending zwischen einer normalen Strecke und einem Straßenkurs. Die Mauern sind an einigen Stellen sehr nah, während andere Teile einem europäischen Kurs ähnlich sind. Er ist sicher einzigartig, und wir bringen daher normalerweise ein anders Aerodynamikpaket mit, das einen weiteren unbekannten Faktor darstellt. Die Strecke wird den Rest des Jahres nicht benutzt, daher wird sich der Grip sehr verändern – etwas, woran wir uns anpassen müssen – und das Wetter kann auch heikel sein. Ich hoffe, dass es schön und sonnig sein wird, weil ich das Rennen wirklich mag – und es ist auf der Xbox meine Lieblingsstrecke. Die letzte Schikane ist bemerkenswert und alles in allem ist es eine gute Strecke.

Was magst Du an Straßenkurs-ähnlichen Strecken?

Ich mag das Gefühl, nah an den Mauern zu fahren. Montreal ist anders als Monaco, weil es einige lange Geraden und einige harte Bremspunkte gibt. Der Streckenbelag kann auch eine Herausforderungen sein, wie wir schon in früheren Jahren gesehen haben und daher wird es interessant sein zu sehen, wie das Grip-Niveau in diesem Jahr sein wird. Daran denken wir sicher, wenn wir zum ersten Mal am Wochenende auf die Strecke fahren.

Wie würdest Du Monaco zusammenfassen, wo Du Dein bestes Saisonergebnis wiederholen konntest, obwohl das Auto nicht wirklich so war, wie Du es wolltest?

Der Start des Monaco Grand Prix war ein Albtraum, weil mir in der ersten Runde jemand ins Auto fuhr und ich einen Reifenschaden hatte. Dann hing ich im Verkehr fest und konnte nicht überholen. Wenn man ein berechenbares Auto mit viel Grip hat haben, ist es leicht anzugreifen, aber wir hatten Probleme, eine Grundabstimmung zu finden und die war im Rennen ganz klar nicht gut genug. In Monaco ist aber alles möglich, wir haben nicht aufgegeben und es geschafft, vom 19. bis zum 8. Platz nach vorne zu fahren. Wir haben Punkte geholt und wir wissen, wo wir das Auto verbessern müssen, das in langsamen Kurven nicht schnell genug ist und natürlich werden wir versuchen, für Kanada auch mehr Leistung zu bekommen!

Und die schnellen Kurven?

Die sind kein Problem. Die Aerodynamik ist stabil, und das Management der Antriebseinheit wird besser, daher konzentrieren wird uns jetzt mehr auf die Aufhängung. Letztes Jahr hatten wir in dieser Beziehung ein sehr gutes Auto, also werden wir den E22 mit dem E21 vergleichen und vielleicht zu einigen vorherigen Einstellungen zurückkehren, um ihn bei niedrigen Geschwindigkeiten zu verbessern. Ich glaube, dass unser Abtrieb ziemlich gut ist, wir müssen aber noch mehr mechanischen Grip finden. Wir haben das Auto sogar in Monaco verbessert, auch wenn man das auf den Zeitenlisten nicht gesehen hat.

In früheren Jahren war das Auto von Beginn an gut, beim E22 muss aber noch viel weiterentwickelt werden. Ändert das etwas in Deiner Herangehensweise?

Es ist immer leicht, schnell zu fahren, wenn das Auto gut ist. Man muss sich nur aufs Fahren konzentrieren. Wenn das Auto etwas heikler ist, musst du ans Fahren denken und daran, was das Auto macht, weil es unvorhersehbar reagieren kann. Dazu kommen die ganzen Dinge um das Systemmanagement, die wir jetzt im Auto erledigen. Das ist ein echter mentaler Test! Das ist für Monaco nicht ideal, daher war es ein sehr anspruchsvoller Grand Prix, aber auf anderen Strecken, wo man einen größeren Spielraum für Fehler hat, kann man besser angreifen. Ich bin glücklich, dass wir es in Monaco auf Platz 8 geschafft haben und wir fahren nun mit mehr Selbstvertrauen nach Kanada.

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