Formel 1

Danica Patrick in Formel 1? Haas: «Sag niemals nie»

Von - 13.05.2015 16:07

Der künftige Formel-1-Teamchef Gene Haas schliesst nicht aus, dass seine Pilotin Danica Patrick eine Chance im GP-Renner erhält. Aber realistisch ist ein Wechsel der 33-Jährigen nicht.

Gene Haas ist ein höflicher Mensch. «Wenn der richtige Sponsor kommt, dann ist alles möglich», sagt der US-amerikanische Unternehmer auf die Frage, ob es für Danica Patrick eine Zukunft in der Formel 1 geben könnte. Aber in einem anderen Satz, den der 62jährige NASCAR-Erfolgsteamchef am Rande des Circuit de Barcelona-Catalunya äussert, merken wir gleich, dass die Chancen für Patrick eher gering sind. «Wir werden 2016 ganz sicher nicht mit einem Novizen debütieren, der keine Formel-1-Erfahrung hat.»

Im übrigen reicht ein Blick ins Gesicht von Haas-Technikchef Günther Steiner um zu erahnen, wie gross die Aussichten der kleinen Dame auf ein Formel-1-Cockpit sind. Wir würden sie bei ungefähr null ansiedeln.

Gleichzeitig ist Haas ein cleverer Geschäftsmann mit einem sicheren Gespür für Geschichten, die Schlagzeilen machen. Er weiss genau: Seine NASCAR-Pilotin Danica Patrick im Gespräch zu halten, das hält auch sein Team im Gespräch.

«Aber im Grunde hatten wir das alles schon vor einem Jahr», sagt Gene Haas weiter. Niemand wird bezweifeln: eine Frau in der Formel 1 würde dem Sport gut tun, das Potenzial für viele Sponsoren wäre da. Aber eine Frau, die hinterherfährt, würde niemandem etwas nützen, der Fahrerin selber nicht, ihrem Team nicht, dem Sport nicht. Ganz abgesehen davon, dass die verschärften Lizenzbedingungen es Patrick unmöglich machen würden, in den Besitz des Formel-1-Führerscheins namens Superlizenz zu kommen.

Gene Haas weiter: «Wenn du NASCAR fährst, dann ist der Wechsel in die Formel 1 nicht ganz einfach. Selbst wenn Danica ein hohes Marketing-Potenzial bietet – sie findet abseits der Rennstrecken so viel Beachtung wie jeder andere Pilot.»

Ungefähr das Letzte, was Haas in der Formel 1 möchte, ist ein so blamabler Auftritt wie ihn die letzten neuen Rennställe hingelegt haben. «Wir möchten zeigen, dass man sich als neues Team in der Formel 1 behaupten kann ohne die Dramen, die wir von anderen gesehen haben.»

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