MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

Montezemolo: Räikkönen-Ferrari für Bianchi geplant

Von Mathias Brunner
Ex-Ferrari-Präsident Luca Montezemolo bestätigt, was im Fahrerlager gemunkelt worden war: Der am Freitag verstorbene Franzose Jules Bianchi hätte Kimi-Räikkönen-Nachfolger werden sollen.

Wenn das Schicksal eine andere Wendung genommen hätte, dann würden wir heute nicht darüber diskutieren, ob wohl eher Valtteri Bottas oder Nico Hülkenberg als Kimi-Räikkönen-Ersatz in Frage kommt. Denn der Plan von Ferrari für seinen Nachwuchsakademie-Absolventen Jules Bianchi sah vor: Der Südfranzose sollte nach der Lehrzeit bei Marussia 2015 in einem Sauber-Ferrari sitzen, dort also in einem Mittelfeld-Team zusätzliche Erfahrung sammeln, um dann 2016, spätestens 2017 in einen Werks-Ferrari zu wechseln.

Luca Montezemolo – von 1991 bis 2014 Präsident von Ferrari – bestätigt gegenüber den Kollegen von Sky Sport Italien: «Wir hatten Jules auserwählt, unsere Zukunft zu sein, sobald die Zusammenarbeit mit Räikkönen beendet sein würde. Bianchis Tod hinterlässt eine unüberwindliche Leere.»

«Jules war einer von uns, ein Mitglied der Ferrari-Familie, ein erstklassiger junger Mann, zurückhaltend, schnell, wohlerzogen, Ferrari sehr zugetan und mit einer gesicherten Zukunft.»

Seit 2009 war Bianchi Mitglied der Ferrari-Fahrerakademie, zu der heute auch Sauber-Testfahrer Raffaele Marciello, der junge Italiener Antonio Fuoco oder der Kanadier Lance Stroll gehören.

Montezemolo weiter: «Ich stehe der Familie Bianchi nahe, welche in diesen so schweren Monaten grossen Mut bewiesen hat. Wir haben einen aussergewöhnlichen Jungen verloren, an den wir uns immer mit grosser Zuneigung erinnern werden.»

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