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1,3 sec Rückstand: Danilo Petrucci ordnet seine Leistung auf der BMW ein

Der Montag auf Phillip Island war für Danilo Petrucci erst der dritte Testtag im Trockenen auf der BMW M1000RR. SPEEDWEEK.com erklärte er, was wir zu Beginn der Superbike-WM 2026 erwarten dürfen.

Im Artikel erwähnt

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Seit seinem Wechsel von Ducati zu BMW hat Danilo Petrucci mehr Zeit in der Box mit Warten auf schönes Wetter verbracht als mit Fahren. Ende November hatte er zwei Testtage bei ordentlichen Bedingungen in Jerez, im Januar waren die Pisten in Jerez, Portimao und Valencia im besten Fall trocken mit feuchten Flecken, meistens jedoch nass. Der Montag auf Phillip Island war für Danilo erst der dritte Testtag im Trockenen, beim Blick auf die Zeitenliste vergisst man schnell, wie frisch diese Ehe noch ist.

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Die Fakten: Petrucci verlor als 14. in der kombinierten Zeitenliste der beiden zweistündigen Testsessions 1,3 sec auf die Bestzeit von Vizeweltmeister Nicolo Bulega aus dem Aruba-Ducati-Werksteam. Trotzdem herrschte im siegverwöhnten BMW-Team beste Laune, als sich SPEEDWEEK.com mit dem Italiener zum Abendessen mit anschließendem Interview traf.

«Das war ein guter Tag», urteilte «Petrux» losgelöst von seiner Platzierung oder dem Rückstand. «Am Vormittag fand ich mich in einer schwierigen Situation, weil ich auf eine Strecke kam, auf der ich Referenzpunkte kenne und weiß, wie ich zu fahren habe. Aber so wie ich fahren möchte, ist nicht so, wie dieses Motorrad gefahren werden will. Wir haben noch keine Basis, auf der wir aufbauen können. Wegen meines Fahrstils und meiner Größe brauche ich immer etwas Spezielles. Nichts Verrücktes, sondern etwas, womit ich mich auf dem Bike wohlfühle. Das betrifft die Geometrie und Elektronik.»

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Petrucci am Morgen im Blindflug

Der Evergreen weiter: «Am Morgen waren wir nicht in diesem Fenster, also besprachen wir, was wir zu tun haben. In der zweiten Session am Nachmittag konnte ich mich bereits in der ersten Runde um 1 sec steigern. Uns fehlt immer noch eine Sekunde, aber jetzt haben wir eine Grundlage, mit der wir arbeiten können. Am Morgen waren wir im Blindflug. Ich muss herausfinden, was das Bike braucht. Und das Team muss lernen, was ich brauche, um schnell zu sein. Deshalb war es ein guter Tag – wir wissen, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Dafür wagte sich das Team in Bereiche, in denen es noch nie war. Sie vertrauen mir und hören sich an, worum ich bitte, weil sie sofort ein Ergebnis sehen. Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn ich es gleich in die Top-3 geschafft hätte, das war beinahe unmöglich. Wir kommen dorthin, wenn auch vielleicht nicht morgen und auch nicht am Freitag oder Sonntag.»

Dafür wagte sich das Team in Bereiche, in denen es noch nie war.

danilo petrucci

Während seiner langen Karriere fuhr Petrucci viele verschiedene Motorräder, laut ihm lässt sich nicht pauschal sagen, wie viele Tage er braucht, bis er sich an eine neue Maschine gewöhnt hat. «Zudem ist diese Strecke nicht die beste für BMW», hielt der 35-Jährige fest. «Sie haben entschieden mich fahren zu lassen, weil ich viele Bikes kenne. Und eine der wichtigsten Leistungen, die wir zu erbringen haben, ist, das Bike benutzerfreundlicher für jeden zu machen. Es darf nicht so extrem sein, wie es Toprak haben wollte. Auf der anderen Seite versuche ich aber auch, mich bestmöglich anzupassen. Ich weiß, dass dieses Bike gewinnen kann. Vielleicht nicht auf Phillip Island, aber ab den folgenden Rennen können wir uns mehr vornehmen. Wir wissen, dass die Rennen hier auch ein Test sind, das gilt aber auch für alle anderen. Deshalb haben wir auch keine besonderen Erwartungen. Ich habe erwartet, dass ich zu kämpfen habe, das ist der Punkt. Deshalb ist der Montag keine Überraschung für mich. Wenn du in Schwierigkeiten steckst, willst du aus diesen so schnell wie möglich herauskommen.»

Zeiten Superbike-WM-Test Phillip Island, Montag (16. Februar):

Pos

Fahrer

Motorrad

Zeit

Diff

1.

Nicolo Bulega (I)

Ducati

1:29,345 min

2.

Axel Bassani (I)

Bimota

1:29,636

+ 0,291 sec

3.

Sam Lowes (GB)

Ducati

1:29,907

+ 0,562

4.

Yari Montella (I)

Ducati

1:29,921

+ 0,576

5.

Garrett Gerloff (USA)

Kawasaki

1:30,015

+ 0,670

6.

Alex Lowes (GB)

Bimota

1:30,259

+ 0,914

7.

Lorenzo Baldassarri (I)

Ducati

1:30,275

+ 0,930

8.

Alvaro Bautista (E)

Ducati

1:30,297

+ 0,952

9.

Xavier Vierge (E)

Yamaha

1:30,420

+ 1,075

10.

Jake Dixon (GB)

Honda

1:30,492

+ 1,147

11.

Miguel Oliveira (P)

BMW

1:30,563

+ 1,218

12.

Iker Lecuona (E)

Ducati

1:30,586

+ 1,241

13.

Stefano Manzi (I)

Yamaha

1:30,623

+ 1,278

14.

Danilo Petrucci (I)

BMW

1:30,648

+ 1,303

15.

Alberto Surra (I)

Ducati

1:31,031

+ 1,686

16.

Tarran Mackenzie (GB)

Ducati

1:31,092

+ 1,747

17.

Bahattin Sofuoglu (TR)

Yamaha

1:31,116

+ 1,771

18.

Andrea Locatelli (I)

Yamaha

1:31,159

+ 1,814

19.

Tetsuta Nagashima (J)

Honda

1:31,175

+ 1,830

20.

Ryan Vickers (GB)

Honda

1:31,255

+ 1,910

21.

Remy Gardner (AUS)

Yamaha

1:31,350

+ 2,005

22.

Mattia Rato (I)

Yamaha

1:32,560

+ 3,215

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