Fernando Alonso (McLaren-Honda): 2017 mit Vandoorne?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Stoffel Vandoorne (Zweier von links) und Fernando Alonso (Zweiter von rechts): Stallgefährten 2017?

Stoffel Vandoorne (Zweier von links) und Fernando Alonso (Zweiter von rechts): Stallgefährten 2017?

McLaren muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit Kevin Magnussen eine nicht besonders effiziente Nachwuchsarbeit gezeigt zu haben. Mit Stoffel Vandoorne wollen die Briten anders vorgehen.

Kevin Magnussen wird vielleicht eines der verlorenen Talente der Formel 1 bleiben. Bei McLaren musste der junge Däne nach nur einer Saison (2014) seinen Platz an Jenson Button abgeben – weil Fernando Alonso zum neuen McLaren-Honda kam und sich das zweitälteste Formel-1-Team für die Erfahrung von Jenson entschloss. Für 2016 war für Magnussen kein Platz mehr, weil Button bestätigt wurde und intern der Belgier Stoffel Vandoorne nachdrängt. Aber für den GP2-Champion 2015 Vandoorne stellt sich das gleiche McLaren-Problem wie im Jahr zuvor für Magnussen – zu wenige Autos, zu viele Fahrer.

Jenson Button fährt auch 2016 an der Seite von Alonso, wohin also mit Vandoorne? Der Umgang mit Magnussen hat intern bei McLaren viel Gesprächsstoff gegeben. Niemand bestreitet das Talent von Kevin, er ist eher ein Opfer eines ungünstigen Timings. McLaren will das nun mit dem 23jährigen Vandoorne besser machen.

Magnussen musste 2015 eine Saison lang zusehen und wurde immer frustrierter. Der Däne sprach sehr offen darüber, wie enttäuschend eine solche Rolle sei. Stoffel Vandoorne hingegen soll rennfit gehalten werden – am 25. November nimmt er an einem Test der Super Formula teil (der früheren Formel Nippon).

Für Fahrer wie Ralf Schumacher und Pedro de la Rosa (Meister 1996 und 1997) war die frühere Formel Nippon das Sprungbrett in die Formel 1. André Lotterer hat sich dort eine neue Karriere aufgebaut, die zum Werksvertrag mit Audi führte und zu grossen Siegen im Langstreckensport. In Japan ist Lotterer ein Siegfahrer und gefeierter Star.

Vandoorne ist klug genug zu wissen: Japan muss kein Abstellgleis sein, sondern eine aufregende Möglichkeit, sein Wissen als Racer zu vertiefen.

Die Super-Formula-Renner sind mit Honda- und Toyota-Zweilitermotoren ausgerüstet. Es handelt sich um Vierzylinder-Reihenmotoren mit Turbolader, die rund 550 PS leisten. Das sind rund 50 PS weniger, als die V8-Vierliter-Saugmotoren von Mecachrome in der GP2. Jedoch: Die Super-Formula-Autos bauen mehr Abtrieb in den Kurven auf und sind daher über eine Runde schneller.

Weiterer Vorteil: Wenn Stoffel als künftiger McLaren-Fahrer aufgebaut werden soll, kann es nicht schaden, ihn in der Heimat von Japan ein wenig bekannter zu machen.

Noch ist nichts entschieden, aber vieles deutet darauf hin, dass Vandoorne 2016 seinem Flugmeilenkonto tüchtig Kilometer hinzuschreiben lassen kann – als Rennfahrer in der Super Formula und als Test- und Ersatzfahrer in der Formel 1.

Für 2017 muss McLaren-Honda dann entscheiden: Wer fährt neben Fernando Alonso? Der Spanier hat einen Dreijahresvertrag (2015, 2016, 2017), aber Buttons Abkommen läuft Ende 2016 aus. Der Engländer hat bereits gesagt: Wenn es gut läuft, würde er gerne von der Entwicklungsarbeit profitieren, die er und Alonso leisten.

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