Vettel mehr Ferrarista als Alonso: «Unfair»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Fernando Alonso im Ferrari-Dress

Fernando Alonso im Ferrari-Dress

Sergio Marchionne hatte sich zuletzt einen Seitenhieb gegen Fernando Alonso nicht verkneifen können. Ein alter Weggefährte verteidigt den Spanier nun.

Ferrari-Präsident Marchionne sprach auf der Weihnachtsfeier der Scuderia in dieser Woche nur lobend über den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel. Und hatte sich dabei einen ordentlichen Seitenhieb gegen dessen Vorgänger Fernando Alonso nicht verkneifen können.

«Vettel ist phantastisch. Zuletzt hat er in Maranello vor unseren 1.200 Leuten eine Rede gehalten, und das komplett auf Italienisch. Er ist in einem Jahr mehr zum Ferrarista geworden als Alonso vor ihm in fünf Jahren», sagte Marchionne.

Vettel sei mit der richtigen Denkweise zu Ferrari gekommen. In seiner ersten Saison bei dem Traditionsrennstall hatte Vettel immerhin drei Siege eingefahren. Zuvor hatte Alonso in fünf Jahren vergeblich versucht, den WM-Titel nach Maranello zu holen und war dabei viermal unmittelbar an Vettel gescheitert.

Luca di Montezemolo wollte das so nicht stehen lassen. Marchionnes Vorgänger als Ferrari-Präsident erklärte beim Autosprint Golden Helmets Award, dass solche Kommentare unfair seien. Aussagen wie diese würden Alonsos schwierige Situation nicht in Betracht ziehen, vor der der Spanier in Maranello stand.

«Alonso wäre auch mehr (Ferrarista) gewesen, wenn Ferrari 2010 die Weltmeisterschaft gewonnen hätte, die leichter zu gewinnen war als zu verlieren», sagte Montezemolo. Der Ex-Präsident spielt damit darauf an, dass Alonso damals den Titel praktisch schon in der Tasche hatte, nach einer strategischen Fehlentscheidung Ferraris diesen aber noch an Vettel verlor. «Und wenn man die WM zweimal im letzten Saisonrennen verliert, dann muss man diese Dinge auch verstehen», sagte di Montezemolo.

Lobende Worte gab es von di Montezemolo aber auch für Vettel. «Er ist ein Junge, der bewiesen hat, dass er für das Team großartig arbeiten kann. Ich glaube, das ist essentiell für das Wachstum dieses Teams, seine Moral und seine Einheit», sagte er. Und ergänzte: «Er muss es aber nicht nur mit Worten tun, sondern auch mit Taten, wie Michael (Schumacher).»


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