Lewis Hamilton (Mercedes): Nur mitfahren – nein danke

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton will mehr mit Tieren arbeiten

Lewis Hamilton will mehr mit Tieren arbeiten

​Im Rahmen einer Medienrunde spricht Formel-1-Champion Lewis Hamilton über die Zeit nach seiner Rennkarriere: «Ich befinde mich auf einer Entdeckungsreise.»

Pechsträhne hin oder her: Niemand wird widersprechen, wenn wir behaupten, dass Lewis Hamilton einer der weltbesten Formel-1-Fahrer bleibt. Der Engländer strebt 2016 seinen dritten WM-Titel in Folge an und seinen vierten insgesamt.

Viele Fans fragen sich jedoch: Wie stark ist der innere Antrieb von Lewis? Deuten seine vielen Interessen nicht vielleicht darauf hin, dass er sich langsam für Anderes mehr zu interessieren beginnt als für Motorsport?

Im Rahmen einer Medienrunde äussert sich der 31-Jährige so: «Mein Ziel im Rennsport hat sich nicht verändert. Ich will aus meinen Möglichkeiten das Beste machen. Ich will weitere Grands Prix gewinnen und weitere WM-Titel erobern. Wieso ich diesen starken inneren Antrieb habe, kann ich selber nicht erklären. Schliesslich durfte ich schon eine Menge Erfolge einfahren. Aber Rennfahren ist nun mal, was ich am liebsten mache, also sehe ich keinen Grund, daran etwas zu ändern. Die Siegfähigkeit spielt aber eine elementare Rolle. Ich würde nie Motorsport betreiben, nur um mitzufahren.»

Aber nochmals: Wird Hamilton nicht langsam von seinen ganzen Tätigkeiten abgelenkt? Lewis: «Ich will einfach so viel als möglich ausprobieren. Es gibt so verschiedene Dinge, das mich interessiert, leider habe ich viel zu wenig Zeit dazu. Ich liebe es, mich um meine Musik zu kümmern, ich verbringe so gerne Zeit mit Familie und Freunden, ich liebe den ganzen Modekram. Ich würde auch gerne mehr mit Kindern machen, weil ich Kids etwas Fabelhaftes finde. Ich will mehr für den Tierschutz tun.»

«Es gibt so vieles, das Menschen und Tieren angetan wird, ich will mich da mehr einbringen. Hoffentlich habe ich eines Tages in meinem Leben genügend Zeit dazu. Denn ich will eines Tages auf mein Leben zurückblicken und sagen dürfen: Ich habe wirklich etwas erreicht, nicht nur als Rennfahrer, auch darüber hinaus.»

«Ich bin derzeit am Entdecken, ich fühle jedoch keine Eile. Ich entdecke gewissermassen, während ich durchs Leben gehe.»

Noch zehn Jahre Formel 1?

Anthony Hamilton, langjähriger Manager seines Sohns, glaubt, dass Lewis Hamilton auf Jahre hinaus den Sport prägen kann. «Er wird immer besser, er wird immer stärker», sagte Hamilton senior im vergangenen Winter. «Ich glaube, er hat sieben bis zehn weitere Jahre im Grand-Prix-Sport, er ist noch jung. Das sind schlechte Neuigkeiten für seine Gegner.» Lewis selber hat davon gesprochen, dass er vielleicht noch sieben oder acht gute Jahre vor sich hat.

Anthony Hamilton sieht für Lewis nur eine Grenze: «Es wird alles davon abhängen, wie lange er das innere Feuer spürt. Er ist ein extrem wettbewerbsorientierter Mensch, er liebt das Gefühl des Siegers. Gleichzeitig weiss ich – eine Saison ohne Gegenwehr, das bedeutet ihm nicht so viel. Er würde es am liebsten sehen, dass seine Gegner auf Augenhöhe mit ihm antreten und er sich den Titel erkämpfen muss.»

Nigel Mansell, Formel-1-Champion von 1992, findet den Gedanken nicht abwegig, dass sein Landsmann Lewis Hamilton den Rekord von Michael Schumacher gefährden kann: Sieben WM-Titel.

Mansell, 1992 mit Williams selber Weltmeister geworden: «Nach oben ist viel Raum, denn Michael Schumacher hat die Latte für die anderen Fahrer sehr hoch gelegt. Aber ich bin davon überzeugt: Lewis Hamilton wird nur von einem Faktor beschränkt – nämlich von sich selber. Wenn er sich weiter so motivieren kann, dann gibt es für Hamilton fast keine Grenzen.»

Für den kommenden Spanien-GP gilt jedoch zunächst einmal: Lewis Hamilton jagt seinen 44. Formel-1-Sieg. Es wäre der erste seit dem Sicherstellen seines dritten Titels in Austin (Texas), am 25. Oktober 2015.

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