Nico Rosberg verblüfft: Zeitstrafe im freien Training

Von Mathias Brunner
Nico Rosberg

Nico Rosberg

​Der Funkspruch bei Mercedes wies auf einen Hitzschlag am Kommandostand hin: «Nico, du hast eine 5-Sekunden-Strafe. Bitte beim Boxenstopp absitzen.» Wie bitte? In einem freien Training?

Viele Formel-1-Zuschauer trauten ihren Ohren nicht, als Nico Rosberg im zweiten freien Malaysia-Training ins Auto gefunkt wurde: «Nico, du hast eine 5-Sekunden-Strafe. Bitte beim Boxenstopp absitzen.» Dann zeigten Bilder, wie der WM-Leader tatsächlich an der Box stand, fünf Sekunden abwartete, erst dann wieder auf die Piste schoss.

Hatte jemand am Kommandostand von Mercedes einen Hitzschlag erlitten? Seit wann gibt es im freien Training eine Zeitstrafe?

Die Erklärung von Bradley Lord, dem Sprecher des Formel-1-Rennstalls von Mercedes: «Wir verbanden das Nützliche mit dem Angenehmen. Wir holten Rosberg herein, um eine Strafe zu simulieren, wie sie im Grand Prix auch vorkommen kann. Gleichzeitig erhielt Nico durch die Zeit in der Boxengasse bei seinem Dauerlauf freie Bahn.»

Die Übung zeigt, wie bei Weltmeister Mercedes an jedes Detail gedacht wird. Die Techniker wollten herausfinden, was bei der zusätzlichen Standzeit mit den Bordtemperaturen im Silberpfeil passiert.

Nico Rosberg fuhr am malaysischen Morgen Bestzeit, eine knappe halbe Sekunde schneller als Lewis Hamilton. Aber das Bild trügte, denn der Engländer hatte auf seiner besten Runde einen argen Schnitzer. Am Nachmittag war Hamilton knapp zwei Zehntelsekunden besser unterwegs.

Nico sagt: «Der neue Asphalt ist überaus angenehm zu fahren. Es ist nicht leicht, die beste Linie zu finden, aber der Belag bietet gute Haftung. Es ist immer schwierig, die Abstimmung auf den Punkt zu bringen, wenn du eine Unbekannte wie einen frischen Asphalt hast, aber ich glaube, wir sind da auf gutem Weg.»

«Kurve 15 ist wirklich interessant. Wenn du dich auf einen Gegner werfen willst, kannst du verschiedene Linien wählen. Ich glaube, wir werden dort mehr Überholmanöver erleben als früher.»

«Was die Dauerläufe angeht, so hat selbst die weiche Reifenmischung recht gut gehalten. Ich erwarte da keine unliebsamen Überraschungen. Wir sind aufgrund des Reglements verpflichtet, im Rennen die härteste Mischung mindestens einmal zu verwenden, aber sonst sollte die Vorgehensweise eigentlich kein Problem sein.»

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