Schnock-Kawasaki: Titelambitionen mit Roman Stamm

Von Esther Babel
IDM

Die deutsch-schweizerische Kawasaki-Mannschaft schickt drei Piloten in die IDM Supersport. Nachwuchs für die IDM Superstock kommt aus Finnland.

Für Roman Raschle, Ex-IDM-Pilot und Technikchef im Team Schnock Kawasaki Shell Advance, war immer klar, wenn IDM, dann nur auf Kawasaki. Ein Markenwechsel wäre für den Schweizer nicht in Frage gekommen. Kurz vor dem Jahreswechsel wurde durch einen Spender, der in der Öffentlichkeit anonym bleiben möchte, der Beitrag für den IDM-Pool gesichert. Ohne Pool-Beitrag des entsprechenden Herstellers, ist eine IDM-Teilnahme nicht möglich.

Kawasaki Deutschland hatte der IDM einen Korb gegeben und man musste nach Alternativen suchen. Der Spender übernimmt die Hälfte des Pool-Beitrags und bürgt für die zweite Hälfte. «Aber die Kawasaki-Fahrer zahlen auch mit», bestätigt Raschle.

Eine Einigung erzielte das Team um Techniker Raschle und die Organisatoren Rainer Schnock und Ottmar Bange mit dem Schweizer Roman Stamm, der im Vorjahr den Vizetitel in der IDM Supersport geholt hatte. «Klar wollen wir dieses Jahr den Titel», stellt Raschle fest. Stamm, der für das Team Bolliger in der Langstrecken-Weltmeisterschaft unterwegs ist, muss bis zum IDM-Finale in Hockenheim die Weichen entsprechend stellen. «Leider hat es der IDM-Promoter wieder so hingekriegt, dass sich das IDM-Finale mit dem Langstrecken-Rennen in Le Mans überschneidet. Das wirft auch für einige Superbike-Fahrer Probleme auf.»

Doch Stamm will sich in der IDM ganz auf den Titelgewinn konzentrieren und verlässt sich bei der WM auf seine Kollegen Horst Saiger und Daniel Sutter. «Es gibt auch noch einen Ersatzfahrer aus Spanien», berichtet Raschle. «Da sollten die das Acht-Stunden-Rennen auch ohne Roman hinkriegen.»

Kein Wiedersehen mit Daniel Sutter, Ville Valtonen kommt

Der Schweizer Daniel Sutter war im vergangenen Jahr einer der härtesten Gegner für den späteren Superstock-Meister Bastien Mackels. Doch einen weiteren Anlauf auf den Titel macht Sutter nicht. Stattdessen unterzeichnete er unlängst einen WM-Vertrag im Bolliger-Team und wird auf die IDM verzichten.

«Daniel ist beruflich sehr viel unterwegs», begründet Raschle den IDM-Rückzug. «Daher will er im Rennsport etwas kürzer treten und beschränkt sich auf die WM.»

Doch das Kawasaki-Team schickt mit Ville Valtonen einen Nachwuchsmann in die IDM Superstock. Der Finne wurde letztes Jahr Zweiter im Yamaha-R6-Dunlop-Cup und überzeugte Raschle bereits bei ersten Testfahrten in Spanien. «Wir waren ein paar Tage alleine in Spanien und konnten uns auf persönlicher Ebene aneinander rantasten», meint Raschle. «Seit dem Sommer wird er durch einen Trainer im mentalen und physischen Bereich betreut. Das merkt man. Er war sehr konzentrierte unterwegs.»

Zwei Nachwuchspiloten an Bord

Auf eine Vertragsverlängerung einigte sich das Team mit IDM-Supersport-Pilot Christian von Gunten. Sein Bruder Philippe dagegen legt eine Motorsport-Pause ein. Ursprünglich wollten sogar beide Brüder aufhören.

«Philippe ist gerade beim Militär», berichtet Raschle. «Danach muss er sich einen Job suchen. Da hat der Motorsport nicht oberste Priorität. Christian hat durch sein Studium auch wenig Zeit. Doch im Notfall könnte er ein Semester wiederholen. Er hat sich über den Winter körperlich sehr gut vorbereitet und war beim Test sehr schnell unterwegs.»

Dritter Mann in der IDM Supersport wird der 19-jährige Schweizer Jasha Huber. «Er war mit einer alten Honda von Sutter in der Schweizer Meisterschaft gut unterwegs», sagt Raschle. «Für ihn wird es das erste Jahr in der IDM sein.»

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