Bikerbox Racing: IDM-SBK Comeback mit Kevin Sieder

Von Esther Babel
IDM Superbike
Sepp Buchner (li.) mit Kevin Sieder

Sepp Buchner (li.) mit Kevin Sieder

Mit Marvin Fritz schnappte sich Teamchef und Techniker Sepp Buchner 2016 den IDM Superbike-Titel. Jetzt ist er wieder zurück in der IDM und unterstütz den jungen Österreicher Kevin Sieder auf dem Weg nach oben.

Das Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi rund um Sepp Buchner ist in der IDM längst kein unbeschriebenes Blatt. Der Erfolgsrun begann 2013 mit Luca Grünwald, als Buchners bayrischer Landsmann den Titel «Rookie of the Year» in der IDM Supersport 600 holte. Für die darauffolgende Saison wechselte Grünwald in die Moto3-WM. Buchner angelte sich daher Marvin Fritz, mit dem er gleich auf Anhieb den Meisterpokal bei den Supersportlern holte. 2015 stieg das Erfolgsgespann in die IDM Superstock 1000 auf und beendete die Saison auf dem vierten Gesamtrang. 2016 ging es nochmals eine Stufe höher und mit dem Titelgewinn in der IDM Superbike steht die bisher größte Trophäe in Buchners Vitrinen-Schrank.

2017 trat das Erfolgsteam Buchner/Fritz in der Superstock 1000 Europameisterschaft an und erreichte dort auf Anhieb Top 10 Resultate. Für den inzwischen in die Langstrecke-Weltmeisterschaft abgewanderten Marvin Fritz wurde ein neuer Fahrer gesucht und dabei ist Buchner auf Kevin Sieder gestoßen.

«Die Familie Sieder ist mit sehr viel Herz bei der Sache und sie standen auch nicht mit leeren Händen da», berichtet Buchner. «Sie hatten bereits ein sehr gutes Paket geschnürt. Doch es gilt dieses noch ein bisschen aufzubessern. Für Kevin Sieder ist die IDM allerdings komplettes Neuland. Das ist natürlich ein anderes Pflaster als die Rennen in Tschechien und in der Alpe-Adria-Meisterschaft, wo sich Kevin im vergangenen Jahr gut behaupten konnte. Wir haben daher keine definierten Ziele für unser erstes Jahr.»

Für den 18-jährigen Niederösterreicher aus Wieselburg geht ein langgehegter Traum in Erfüllung. «In den vergangenen zwei Jahren konnte ich mich in der tschechischen und österreichischen Meisterschaft gut etablieren», sagt Sieder. «Im Team von Jan Halbichs Vater fuhr ich regelmäßig in die Top-5 und stand außerdem einige Mal auf dem Podium. Der nächste Schritt in meiner Karriere war daher logischerweise der Wechsel in die IDM, die ich schon immer intensiv mitverfolgt habe. Die IDM war mein Traum. Jetzt habe ich das geschafft und freue mich riesig auf meine neue Herausforderung. Vielen Dank an Sepp, dass er mir mit all seiner Erfahrung helfen wird. Ich bin sehr glücklich, dass wir es geschafft haben, dieses Projekt auf die Beine zu stellen. 2018 wird ein Lernjahr, da ich bis auf den Lausitzring keine andere Strecke kenne. Ich werde trotzdem immer alles geben und versuchen die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.»

Sepp Buchner ist froh, dass es die IDM nach wie vor gibt und er mit Kevin Sieder einen talentierten und ehrgeizigen Fahrer in diese sehr hochwertige und spannende Internationale Meisterschaft bringt.

Für das neue Duo Sieder - Buchner heißt es erstmals zusammen zu arbeiten und die für den Teenager neue Yamaha kennenzulernen. Um für die IDM voll konkurrenzfähig zu sein, wird gleich ein umfangreiches Testprogramm mit elf Testtagen auf drei verschiedenen Strecken in Spanien in Angriff genommen.

Langfristig liebäugelt Sieder mit der Superbike-WM, wo er in drei Jahren fahren möchte. Kevin Sieder wird mit seinem Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi eine Yamaha YZF-R1 einsetzen. Bislang war der KFZ-Mechaniker-Lehrling zumeist mit Kawasaki unterwegs.

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