Kevin Sieder: Punkte für IDM-Superbike-Azubi

Von Esther Babel
IDM Superbike
Sepp Buchner mit Kevin SIeder

Sepp Buchner mit Kevin SIeder

Das Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi Electronics und Kevin Sieder starteten mit ungünstigen Voraussetzungen in das vorletzte Rennwochenende der Saison. Punkte waren nur einmal drin.

Sepp Buchners Schützling im Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi Electronics, Kevin Sieder, hatte am vergangenen Wochenende auf dem Grand-Prix-Kurs in Assen einen schweren Stand gegen die starke Konkurrenz in der IDM-Superbike. Der junge Niederösterreicher kam ohne Streckenkenntnisse zum berühmten TT Circuit im Norden der Niederlande. Wechselhaftes Wetter am ersten Trainingstag spielte zudem eine bedeutende Rolle.

«Das Wochenende in Assen hat äusserst kompliziert begonnen. Wegen starken Regens sind wir im ersten Training nur für zwei, drei Runden rausgegangen. Das war also für nichts. In FP2 waren die Verhältnisse um einiges besser, sodass ich den TT Circuit endlich kennenlernen konnte, nachdem ich zuvor noch nie in Assen gewesen bin. Zum Abschluss des Freitags war die dritte Session ebenfalls für nichts. Wegen erneuten Regens war nur eine Runde möglich. Am Samstag war es endlich trocken. Im ersten Qualifying wartete also enorm viel Arbeit auf uns. Neben dem Sammeln von Streckenkenntnissen mussten wir gleichzeitig mit der Abstimmung des Bikes beginnen. Wir haben das allerdings relativ schnell und gut gemeistert, wenngleich alles längst nicht perfekt war. Angesichts dieser Umstände war Startplatz 17 nicht so schlecht. Die Abstände lagen sehr eng beisammen. Daher war ich die für die Rennen zuversichtlich.»

Doch die Zuversicht nützte wenig. Denn nachdem der Start in das erste Rennen noch bestens lief, war das Rennen in der ersten Kurve quasi gelaufen. Ein Verbremer warf den Teenager weit zurück und der Fehler liess sich auch auf die Distanz nicht mehr ausbügeln. Platz 17.

Das passierte dem Österreicher beim zweiten Rennen nicht mehr und er lief alles wie geplant. «Allerdings konnte ich später den Speed der Gruppe vor mir, die um die Top-Zehn kämpften, nicht mehr halten», erklärt er. «Zum Schluss kam ich noch unter Druck, als wegen eines Fahrfehlers mein Hintermann zu mir aufschließen konnte und mich auch überholte. Ich konnte allerdings auch nicht mehr dagegenhalten, weil mein Hinterreifen nicht mehr zuließ. Platz 14 wäre einfach schöner gewesen, als 15. zu werden. Es tut mir leid für das gesamte Team, die am Assen-Wochenende wieder so hart gearbeitet und immer alles gegeben haben.»

«Es zeigt sich immer wieder, dass diese Saison ein Lehrjahr für ihn ist», urteilt Chef Buchner über seinen Schützling. «In diesem hochkarätigen Starterfeld braucht es einfach seine Zeit, um sich durchzusetzen. Es macht aber Freude, mit ihm zu arbeiten und daher werden wir beim Finale in Hockenheim nochmals alles geben, um diese Saison Jahr mit einem Highlight abzuschliessen.»

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