Ilya Mikhalchik probiert Spanische Meisterschaft aus

Von Esther Babel
IDM Superbike
Ilya Mikhalchik

Ilya Mikhalchik

Der IDM Superbikemeister hat im Dezember noch einen Trip nach Malaysia zur Langstrecken-WM auf dem Zettel. Vorher ist er aber in Jerez beim Superbike-Finale dabei. Julian Puffe ist Zuhause.

Nach dem Finale ist vor dem Finale – oder so ähnlich. Ende September war der Ukrainer vom Team alpha Racing-Van Zon-BMW beim Finale der IDM Superbike dabei und holte in Lauf 1 den Sieg und wurde nach einem spektakulären Ausbremsmanöver von Marvin Fritz in der letzten Kurve Zweiter in Lauf 2. Am ersten Novemberwochenende steht für den BMW-Piloten das nächste Finale an. In Jerez geht die Spanischer Meisterschaft zu Ende.

«Am Ende der Saison hatte ich ein einige Einladungen zu anderen Meisterschaften», berichtet Mikhalchik auf seiner Facebook-Seite. «Eine Möglichkeit war die ESBK. Die ESBK ist eine neue Spanische Meisterschaft, die von Dorna Sport und RFME, dem Verband, gemeinsam geführt wird. Nach der verrückten Popularität der MotoGP in Europa ist der Seriensport etwas ins Abseits geraten. Zur Förderung des SBK-Rennsports in Spanien hat die Dorna 2019 eine neue ESBK-Meisterschaft ins Leben gerufen.»

Mikhalchik wird laut Teamchef Werner Daemen mit seinem IDM-Motorrad in der Superbike-Kategorie antreten. Sein Endurance-Teamkollege Kenny Foray ist ebenfalls am Start, allerdings mit dem Langstrecken-Motorrad in der Offenen Klasse. «Wir haben vor dem EWC-Lauf in Malaysia keine andere Möglichkeit mehr, zu testen», sp Daemen. «Das machen wir jetzt in Spanien. Reifen und Abstimmung sind das Thema.» In der IDM ist Mikhalchik mit den Einheitsreifen von Pirelli unterwegs, in der Langstrecke mit Dunlop.

«Mit mir in der Box wird Javier Simeon sein, der schon bei der MotoGP dabei war», erzählt Milhalchik. «Wir peilen einen Sieg an, wir sind bereit, aber auch ein Platz auf dem Podest wäre ein gutes Ergebnis. Die Challenge dort ist sehr hoch und die Spanier werden dort sehr stark sein.» Ob ein Einstieg in die Meisterschaft 2020 möglich ist, lässt Mikhalchik offen, lobt aber das Niveau der Serie.

Daemen tendiert eher zu einem dritten Jahr in der IDM, neben dem Hauptaufgabengebiet Langstrecken-WM. «Wir haben uns umgeschaut», so Daemen, «was das Beste für ihn ist. Das wäre meinem Erachten nach dann schon die IDM. Vor allem das letzte Rennen hat ihm Spaß gemacht, auch wenn er sich im ersten Moment natürlich geärgert hat. Aber einfach nur gewinnen ist nicht lustig. Daher hoffe ich sehr, dass die Konkurrenz nächstes Jahr entsprechend ist. Dass Bastien Mackels von Anfang an dabei ist. Und dass Yamaha einen starken Fahrer wie Marvin Fritz schickt. Ich habe das in Hockenheim gleich dem Yamaha-Deutschland-Chef Marcel Driessen gesagt.»

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