Erwan Nigon: Keine Zielankunft in Suzuka

Von Esther Babel
IDM Superbike
Erwan Nigon (99) in Suzuka statt in der IDM

Erwan Nigon (99) in Suzuka statt in der IDM

Die Mannschaft vom Team BMW Motorrad France Thevent musste bei den Acht Stunden von Suzuka nach zwei Stürzen vorzeitig aufgeben.

Die harte Arbeit von BMW Motorrad HP RaceSupport und des BMW Motorrad France Teams Thevent wurden bei den Acht Stunden von Suzuka nicht belohnt. Die französisch-belgische Mannschaft war voller Optimismus zur zweiten Runde der FIM Langstrecken-WM 2013 gereist, aber sie erlebten in Japan ein schwieriges Wochenende. Beim vorangegangenen Test und in der Qualifikation hatte das Team eine beeindruckende Performance gezeigt, doch im Rennen selbst blieb ihm die Zielankunft verwehrt.

Neben den beiden Stammpiloten Erwan Nigon und Damian Cudlin, sonst in der IDM Superbike am Start, fuhr in Japan Jason Pridmore für das Team. Ihre Zielsetzung lautete, ein Topergebnis einzufahren. Doch sie mussten bereits im freien Training einen ersten Rückschlag hinnehmen. Cudlin stürzte und zog sich eine Fraktur des linken Schienbeins zu und fiel aus. In der Qualifikation zeigten dann seine Teamkollegen Nigon und Pridmore starke Leistungen und stellten die RR auf Startplatz 5.

Am Start verlor Nigon Positionen, doch er arbeitete sich gleich in den ersten Runden wieder nach vorn und fuhr dann im Feld der besten Fünf mit. Nach seinem ersten Boxenstopp stürzte der Franzose leider, als er in einer langsamen Kurve die Kontrolle über das Vorderrad verlor.

Er kehrte zurück zur Box, wo die Mechaniker das Bike reparierten und mit einem kleinen Rückstand wieder zurück auf die Strecke schickten. Doch die Mannschaft kassierte eine Stop-and-Go-Strafe, die weitere wertvolle Zeit kostete.

Vorzeitig Feierabend

Danach übernahm Pridmore die RR, und er fuhr gleich schnelle Rundenzeiten wie die Führenden. Doch auch ihm rutschte in einer langsamen Kurve das Vorderrad weg, und er stürzte. Der US-Amerikaner konnte zurück zur Box fahren, doch dort stellte sich heraus, dass das Bike so beschädigt war, dass ein sicheres Weiterfahren nicht mehr gewährleistet war. Deshalb musste das Team nach der Hälfte des Rennens aufgeben.

«Ich hatte nicht den besten Start, aber ich habe danach richtig Druck gemacht», erklärte Nigon anschliessend. «Ich bin an zwei Mitbewerbern vorbeigegangen und konnte das Tempo der Führenden mitgehen. Beim Herausbeschleunigen aus den Kurven habe ich etwas an Zeit verloren. Doch auf den Geraden habe ich die höhere Spitzengeschwindigkeit, die wir mit der BMW S 1000 RR fahren können, genutzt und wieder aufgeholt. In den schnelleren Kurven fuhr das Bike wie auf Schienen, doch in den langsameren Kurven war es etwas schwieriger, die Front unter Kontrolle zu halten. Deshalb sind Jason und ich gestürzt.»

«Es ist eine Enttäuschung, dass wir das Rennen nach einer so guten Qualifikation nicht beendet haben», meint Nigon. «Doch wir wussten, dass es hart wird, da wir nur noch zu zweit waren. Wegen der Hitze und der Luftfeuchtigkeit hier in Suzuka ist das Fahren extrem anstrengend – und wenn man nur zu zweit fährt, ist es zu viel. Das Positive ist, dass wir mit dem Bike große Fortschritte gemacht haben. Die RR ist jetzt wirklich schnell, und das hat sich in der Qualifikation und im ersten Teil des Rennens gezeigt.»

Eine Pause gibt es für Nigon nicht. Von Suzuka geht es auf direktem Weg nach Schleiz, wo er dann am kommenden Wochenende wieder für das Team Van Zon-Remeha-BMW in der IDM Superbike am Kabel zieht.

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