Marvin Fritz: Neukirchner-Tipps und IDM-Doppelsieg

Von Esther Babel
IDM Superbike
Nach Schleiz ist der Yamaha-Pilot mit einem 32-Punkte-Vorsprung in der IDM Superbike unterwegs. Bei noch drei IDM-Wochenenden ist der Titelgewinn in Sicht. Hilfe gabs von Schleiz-Kenner Neukirchner.

Den Montag nach dem IDM-Wochenende auf dem Schleizer Dreieck durfte Marvin Fritz vom Team Bayer Bikerbox Langenscheidt noch genießen. Denn immer wenn der Yamaha-Pilot ein Rennen am IDM-Sonntag gewinnt, spendiert sein Chef zuhause einen freien Tag am Montag. Zwei Mal 25 Punkte konnte Fritz in Schleiz erbeuten.

«Mein Start ins erste Rennen war okay», berichtet er. «Mit Florian Alt hatte ich in der ersten Runde zu tun, konnte mich aber in der letzten Schikane vorbeidrücken.» Von Anfang bis Ende hatte Fritz mit BMW-Pilot Mathieu Gines seinen bis dahin schärfsten Widersacher im Kampf um den IDM Superbike-Titel hinter sich. «Ich habe auch ehrlich noch mit einer Attacke von ihm gerechnet», meint der spätere Sieger Fritz. «In der letzten Runde bin ich extra Kampflinie gefahren und habe gepusht. Aber da kam nix.»

«Beide waren fehlerlos unterwegs», analysierte Gines’ Teamchef Werner Daemen das Rennen. «Gines hatte keine vernünftige Chance zu überholen. Und Schleiz eignet sich nicht wirklich für für Kamikaze-Aktionen.»

Nach Lauf 2, der für Fritz zwar hinter Gastfahrer Marc Moser endete, ihm aber dennoch die volle Superbike-Punktezahl bescherte, gehörte Max Neukirchner zu einem der ersten Gratulanten. Fritz hatte sich per Youtube auf das Schleiz-Wochenende vorbereitet und dabei auch ein Video von Neukirchners Ducati-Sieg gesehen. Fritz’ Anfrage für ein paar spezielle Schleiz-Tipps kam der Sachse gerne nach.

Auch Fritz war im zweiten Lauf durch den einsetzenden Regen aus seinem Konzept gebracht worden. «Richtung Stadt runter hat es richtig geregnet», schildert er. «Das hätte man meiner Meinung nach abbrechen müssen. Sowohl ich als auch Gines mussten weit gehen. Das ist schon ein Überraschungsmoment, wenn man vorne ist und mit 250 km/h über die Kuppe kommt und dann regnet es da.»

Per Boxenanzeige erfuhr Fritz dann auch vom Sturz seines Gegners Gines. «Danach habe ich echt nichts mehr riskiert», so Fritz. «Und Marc Moser ist ein super Rennen gefahren.» In der letzten Runde fand Fritz dann auch noch genügend Zeit, den aktuellen Tabellenstand auszurechnen. «Ich habe jetzt 32 Punkte Vorsprung», verkündete er dann auch kurz nach der Zieldurchfahrt. Sein Vorsprung dürfte sich beim nächsten Rennen in Assen noch vergrößern, denn Gines wird fehlen. Der Franzose hatte sich beim Schleiz-Sturz verletzt und wird beim nächsten IDM-Wochenende nicht dabei sein.

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