Chris Stange: Neuer Angriff auf IDM Supersport-Titel

Von Esther Babel
Chris Stange

Chris Stange

Vom Team Weber Kawasaki wechselt Stange zum niederländischen Team MVR Yamaha. Teamkollege wird Marco Freyer. Neben IDM gibt’s auch Ausflüge zur BSB. MVR nimmt Stellung zu Vorwürfen.

Nach der erfolgreichen Vertragsunterzeichnung mit dem Team MVR für die IDM Saison 2018 gönnte sich Chris Stange erst einmal einen kleinen Ausflug nach Italien zum Supermoto Training. Auch wenn damit nicht ganz schmerzfreie Erinnerungen aus dem Jahr 2017 wieder aufkommen. Denn da hatte sich Stange, klarer IDM-Titelkandidat, beim Supermoto fahren das Handgelenk der Art lädiert, dass die Saison trotz späterem Podestplatz gelaufen war.

Im belgischen Zolder engagierte Stanges Teamchef den Niederländer Bryan Schouten als Ersatzmann für den verletzten Kawasaki-Piloten. Womit wir auf Umwegen wieder beim Team MVR gelandet sind. Denn mit genau diesem Team war Schouten im Jahr 2016 Meister in der IDM Supersport geworden. Sein härtester Widersacher: Chris Stange. Die Entscheidung zu Gunsten von Schouten fiel erst beim Finale in Hockenheim.

Das Team MVR strebte 2017 nach höheren Aufgaben und trat im Vorjahr mit Jaimie van Sikkelerus in der Supersport 600-WM und mit Ruben Dorakkers in der Supersport 300-WM an. Jetzt heißt es wieder IDM und wieder Supersport 600.

«Wir haben uns in den Wintermonaten nach den schlechten Erfahrungen aus dem Vorjahr überlegt, was wir machen und welchen Weg wir als Team einschlagen wollen», erklärt das Team MVR. «So wollen wir wieder auf unser gewünschtes Niveau kommen. Es gab viele Verhandlungen mit verschiedenen Fahrern in verschiedenen Meisterschaften.» Am Ende entschieden sich die Niederländer für die Deutschen Chris Stange und Marco Freyer und die IDM. Als Sahnehäubchen oben drauf gibt es für die Yamaha-Piloten bis zu drei Wildcard-Einsätzen in der Britischen Meisterschaft.

Im der Winterpause war es rund um das Team MVR zu negativen Schlagzeilen gekommen. Von Hausdurchsuchungen und einem Drogenlabor war die Rede. Zu konkreten Vorwürfen gegen das Team kam es nicht.

«In den letzten Monaten mussten wir hart arbeiten», so die Teamleitung, «um wieder ein Team auf die Beine zu stellen, das um die Meisterschaft kämpfen kann. Es ist sehr bedauerlich, dass es vor Kurzem zu einem Bericht in den Medien kam, wo es sich um ein Verbrechen handeln soll. Auf dem beigefügten Foto war im Hintergrund unser Transporter zu sehen. Ohne weitere Informationen wurde behauptet, dass das Team MVR an den Machenschaften beteiligt sein soll.»

Die negativen Schlagzeilen inklusive mancher Vorverurteilung machten rasch die Runde. Doch das Team versichert, mit den Machenschaften nichts zu tun zu haben. «Trotz der Tatsache, dass das Team MVR nicht an der Sache beteiligt war, war durch die negative Berichterstattung in der Presse natürlich das Kind schon in den Brunnen gefallen. Wir mussten viel Zeit und Arbeit investieren, um die Sponsoren wieder zu beruhigen und überhaupt wieder an einer Meisterschaft teilnehmen zu können.»

«Wir können stolz darauf sein, dass wir dieses Jahr wieder dabei sind, stärker als zuvor», erklärt das Team. «Bereit, in der IDM mit Unterstützung unserer Sponsoren und Fans zu kämpfen. Wir möchten daher all unseren Sponsoren und Fans danken, die uns das Vertrauen gegeben und uns nicht fallen gelassen haben. Nach Regen kommt Sonnenschein. Wir sind startklar, dieses Jahr zu strahlen und ein schönes und sportlich Jahr zu erleben, bei dem der Rennsport im Mittelpunkt steht, denn darum geht es uns schließlich.»

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