Max Enderlein: «IDM-Titel kam doch etwas unerwartet»

Von Esther Babel
IDM Supersport 600

Nach 15 Jahren Motorsport holte der Sachse vom Team Freudenberg auf dem Hockenheimring seinen ersten internationalen Titel in der IDM Supersport 600. Der Sachse hatte die Nerven behalten.

«Max Enderlein ist ein Kämpfer», war sich das Team Freudenberg sicher, als sich ihr Supersport-600-Schützling am vergangenen Wochenende auf dem Hockenheimring nach einer gerade Mal 14 Tage alten Schlüsselbein-OP wieder auf seine Yamaha setzte. Mit seiner lädierten Schulter fand Stück für Stück zurück ins Geschehen. Nachdem er sich in den freien Trainings bereits konstant in den Top-10 bewegt hatte, konnte er den Abstand zur Spitze im finalen Qualifying auf 0,476 Sekunden nochmals reduzieren und sicherte sich damit den siebten Startplatz.

Vom Start weg konnte Max eine gute Pace vorlegen und hatte seine Konkurrenten im Blick. Doch bei denen ging es drunter und drüber. Sein schärfster Verfolger in der Meisterschaft, Daniel Rubin, stürzte, Marc Buchner und Kevin Wahr taten es ihm nach. Am Ende des Rennens ging Enderlein dann als Vierter über die Ziellinie und bekam die Punkte für Platz 3, da ein Gaststarter vor ihm ins Ziel gekommen war. Somit war für den Hohenstein-Ernstthaler der Gewinn der Deutschen Meisterschaft perfekt, der fünfte Platz im zweiten Rennen nur noch die Garnierung. Für Enderlein ist es sein erster internationaler Titel im Motorradrennsport, der für ihn im Jahr 2003 bei der sächsischen Poketbikemeisterschaft begonnen hatte.

«Es war schon schwierig für mich ins Wochenende hineinzukommen», berichtete Enderlein hinterher. «Die Verletzung steckte noch in den Knochen. Platz 7 in der Startaufstellung war dann nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Dass ich dann im ersten Rennen die Punkte für Platz 3 einfahren und damit meinen ersten IDM-Titel perfekt machen konnte, kam doch etwas unerwartet. Vielen Dank an meine Sponsoren, mein Team und meine Familie, die mir diesen Triumph ermöglicht haben, vielen Dank.»

Teamchef Carsten Freudenberg schickte seine Glückwünsche aus dem französischen Magny Cours, wo er mit der WM-Mannschaft unterwegs gewesen war. «Gratulation an Max», so der Teamchef. «Er ist der verdiente Champion. Er war das ganze Jahr extrem stark. Sechs Siege sprechen eindeutig für seine Performance. Dann der Rückschlag in Assen, den er unglaublich weggesteckt hat. Er ist in Hockenheim ein sehr cleveres Rennen gefahren und das Wichtigste - er hat die Nerven behalten.»

Der Dank ging auch in Richtung Diego Romero, der seinen Familien-Urlaub verschoben und als Crew-Chief eingesprungen war. «Auch der Vater von Max, Jens Enderlein, und Chefmechaniker William haben die ganze Saison einen tollen Job gemacht», fügt Freudenberg an. «Das Bike war immer perfekt vorbereitet. Ich bin echt stolz auf das gesamte Team, die sich beim Finale den Lohn der harten Arbeit geholt haben. Vielen Dank an alle Unterstützer und an die IDM-Verantwortlichen, die dieses Jahr absolut gezeigt haben, dass die IDM eine großartige Plattform mit packendem Motorsport ist. Wir freuen uns auf 2019.»

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