Neuer DPi: So sieht der Acura ARX-05 für die IMSA aus

Von Martina Müller
IMSA
Nach Cadillac, Mazda und Nissan bringt nun auch Acura einen Daytona Prototype international (DPi) an den Start. Der Wagen basiert auf dem LMP2 von Oreca. Das Renndebüt erfolgt bei den 24 Stunden von Daytona.

In der kommenden Saison wird Acura in der Prototypen-Klasse der amerikanischen IMSA-Serie mit von der Partie sein. Der dafür Verwendung findende ARX-05 wurde nun offiziell der Öffentlichkeit gezeigt. Auffällig ist beim neuen Rennwagen die markante Front mit einem Bügel-ähnlichen Flügel, der für ordentlich Abtrieb auf der Vorderachse sorgen soll und somit dem 'Untersteuern' entgegenwirkt. Eingesetzt werden die Acura ARX-05 vom weltbekannten Team Penske, mit dem ein mehrjähriger Kontrakt geschlossen wurde. Acura ist die Edelmarke des japanischen Herstellers Honda, die hauptsächlich im nordamerikanischen Automotive-Markt auftritt.

Mit Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya und dem aktuellen IMSA-Fahrer Dane Cameron wurden bereits zwei der vier Vollzeit-Piloten bestätigt. Bezüglich der anderen beiden Fahrer läuft die Gerüchteküche gerade auf Hochtouren und geht über Namen wie Ricky Taylor oder auch IndyCar-Pilot Hélio Castroneves. Darüber hinaus werden auch noch zwei 'dritte Piloten' für die Langstrecken-Rennen der IMSA in Daytona, Sebring und Road Atlanta (Petit Le Mans) benötigt.

Ein DPi (Daytona Prototype international) ist zunächst einmal nichts anderes als ein LMP2, der von den Konstrukteuren Oreca, Riley, Dallara und Ligier gebaut werden darf. Für den Einsatz in der IMSA-Serie können sich Automobil-Hersteller mit einem dieser Chassis-Lieferanten zusammen tun und einen DPi ableiten. Cadillac mit Dallara, Nissan mit Ligier und Mazda mit Riley haben dies bereits getan. Durch den Acura gibt es nun auch einen DPi-Ableger des Oreca 07.

Die Hauptänderung für einen DPi findet zunächst beim Antrieb statt. Anstatt des 4.2L-V8-Gibson-LMP2-Motors müssen die jeweiligen Automobil-Hersteller ein eigenes Aggregat in den Prototypen einpflanzen. Im Falle des Acura handelt es sich um einen 3.5L-V6-Twinturbo, der aus der Serienproduktion stammt. Auch die Bordelektronik kann bei einem DPi angepasst werden, sodass nicht auf das LMP2-Einheitsprodukt von Cosworth Electronics zurückgegriffen werden muss.

Darüber hinaus wird auch das Aussehen des Fahrzeuges verändert. Hierfür haben die IMSA-Regelhüter bestimmte Bereiche des LMP2 bestimmt, in denen Anpassungen vorgenommen werden dürfen. Beim Acura DPi ist dies vor allem an der Front ersichtlich, in welcher der bereits angesprochene Flügel positioniert wurde. Die Idee hinter dem Konzept ist die Möglichkeit, dem DPi einen Look zu verpassen, der an die Serienautos des Herstellers erinnern soll.
Die Änderungen haben jedoch keine Relevanz in Bezug auf die Performance, da die DPi über eine BoP auf das Niveau der LMP2 angepasst werden.

Nachdem der Acura ARX-05 bereits einen Shakedown auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet/Frankreich absolviert hat, wird der Wagen nun in den Händen von Penske ein Testprogramm in Nordamerika durchlaufen. Renndebüt sind dann die 24 Stunden von Daytona Ende Januar 2018.

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