24h Daytona mit Fernando Alonso und Kamui Kobayashi

Von Oliver Müller
Bei der nächstjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Daytona werden Fernando Alonso und Kamui Kobayashi den Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing steuern. Somit fahren beide Superstars definitiv um den Gesamtsieg.

Großer Bahnhof beim Saisonauftakt der amerikanischen IMSA-Serie. Wie bereits gestern schon von SPEEDWEEK.com spekuliert, wird Motorsport-Superstar Fernando Alonso die 24 Stunden von Daytona (26./27. Januar 2019) bestreiten. Der 37-jährige Formel-1-Rentner begeht das Rennen in einem Cadillac DPi (Daytona Prototype international) von Wayne Taylor Racing. «Dies ist zweifellos eines der größten Rennen im amerikanischen und weltweiten Motorsport. Die Rückkehr in die Vereinigten Staaten ist immer etwas Besonderes. Die von den Fans kreierte Atmosphäre ist über das ganze Wochenende einzigartig. Ich hoffe wirklich, um den Sieg kämpfen zu können und Spaß zu haben», kann Alonso den Einsatz beim Sportwagen-Klassiker in Nordost-Florida kaum noch erwarten.

Alonso bringt noch eine weitere motorsportliche Größe mit zu Wayne Taylor Racing (WTR). Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als Kamui Kobayashi. Der Japaner gehört wie Alonso zum Toyota-Kader in der FIA WEC. Während die beiden ehemaligen Formel-1-Piloten in der Sportwagen-WM jedoch in unterschiedlichen TS050 Hybrid sitzen, werden sie in Daytona erstmals echte Teamkollegen. «Es ist eines der populärsten Langstrecken-Rennen. Ich bin schon ganz aufgeregt, mein Daytona-Debüt beim Siegerteam von 2017 zu erleben», blickt Kobayashi voraus.

Die beiden WEC-Stars werden den Cadillac DPi in Daytona natürlich nicht alleine steuern. Sie teilen sich die Lenkradarbeit mit den WTR-Stammpiloten Jordan Taylor (Sohn von Teamchef Wayne Taylor) und dem Niederländer Renger van der Zande. Diese beiden Sportwagen-Experten haben im letzten Monat gerade erst das Saisonfinale der IMSA-Serie 2018 (Petit Le Mans genannt) gewonnen.

Während Kobayashi neben dem Toyota-LMP1 zuvor ledig im GT-Sport (Lexus, Ferrari, Mercedes) Langstrecken-Erfahrung sammeln konnte, bestritt Alonso bereits die diesjährige Ausgabe der 24 Stunden von Daytona. Dabei fuhr er den Ligier LMP2 von United Autosports. Nach einem unglücklichen Rennverlauf mit Bremsproblemen und einigen anderen Rückschlägen beendete Alonso das Rennen zusammen mit Lando Norris und Phil Hanson jedoch lediglich auf Platz 38.

Im kommenden Januar werden die LMP2-Boliden aufgrund einer Klassen-Neustrukturirrung nicht mehr um den Gesamtsieg in Daytona fahren können. Dazu sind dann nur noch die DPi-Modelle fähig. Neben Cadillac treten noch Acura und Mazda in der DPi-Klasse an. Nissan hat ebenfalls einen DPi im Programm. Jedoch steht aktuell noch nicht fest, ob dieses Fahrzeug 2019 weiterhin zum Einsatz kommt. Insgesamt wird eine zweistellige Anzahl an DPi-Fahrzeugen in Daytona erwartet.

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