24h Spa-Francorchamps: Starker Doppelsieg für Porsche

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge

Michael Christensen, Richard Lietz und Kévin Estre gewinnen im Porsche 911 GT3 R von GPX Racing die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Einer der Rowe-Porsche und der Mercedes-AMG von Black Falcon komplettieren das Podium.

Die diesjährige 71. Ausgabe der 24 Stunden von Spa-Francorchamps ging an Porsche. Die drei ultraschnellen Werksfahrer Michael Christensen, Richard Lietz und Kévin Estre gewannen im 911 GT3 R vom neuen Kundenteam GPX Racing aus Dubai. «Das war ein verrücktes und sehr hartes Rennen. Und wir haben es über unsere eigene Pace entschieden. Das ist natürlich mega», jubelte Estre, der sonst für Porsche in der FIA WEC unterwegs ist und dort letzten Monat gerade erst den WM-Titel einfuhr. Rang zwei ging mit einem Rückstand von lediglich 3,347 Sekunden an die Porsche-Markenkollegen Frédéric Makowiecki, Patrick Pilet und Nick Tandy vom deutschen Einsatzteam Rowe Racing.

Nach einer knapp sechsstündigen Rennunterbrechung wegen unfassbar starkem Regen wurde die Action in Spa-Francorchamps gegen 11:30 Uhr am Sonntagmittag wieder aufgenommen. Der bis dahin führende Lamborghini Huracán GT3 von Mirko Bortolotti, Christian Engelhart und Rolf Ineichen (GRT Grasser Racing Team) verabschiedete sich jedoch schnell aus der Spitzengruppe, da noch der fünfminütige technische Pflichtstopp (zum Wechsel der Bremsscheiben) absolviert werden musste. Auch ein anderes Fahrzeug aus Italien büßte rasch die Siegchancen ein. Mikhail Aleshin kollidierte im Ferrari 488 GT3 von SMP Racing mit dem Nissan von Oliver Jarvis und musste zur Reparatur in die Box.

Somit kristallisierte sich final ein Fünfkampf um den Sieg heraus. In diesem befanden sich die Audi R8 LMS vom Audi Sport Team WRT (Robin Frijns, Nico Müller und René Rast) bzw. Audi Sport Team Sainteloc (Markus Winkelhock, Frédéric Vervisch und Christopher Haase), die beiden genannten Porsche 911 GT3 R von GPX Racing und Rowe Racing sowie natürlich auch der Mercedes-AMG GT3 der Pole-Setter Maro Engel, Yelmer Buurman und Luca Stolz (Mercedes-AMG Team Black Falcon).

Doch je näher es in Richtung Endphase ging, desto mehr übernahm der GPX-Porsche die Favoritenrolle. Schlussfahrer Kévin Estre zeigte hier eine grandiose fahrerische Leistung und setzte sich kontinuierlich vom Rest des Feldes ab. Gegen seine Performance war an diesem Wochenende einfach kein Kraut gewachsen. Aussichtsreich auf Platz zwei lag am Ende lange der Black-Falcon-Mercedes. Dann verbremste sich Engel jedoch beim Überrunden eines Nachzüglers in der letzten Schikane.

Als Folge schnappte sich kurz darauf Nick Tandy im Rowe-Porsche die zweite Position vom Mercedes-AMG, der final dritter wurde. Durch zwei Gelbphasen in den letzten Rennminuten, rückte das Feld zwar nochmals eng zusammen. Doch die Platzierungen waren fixiert und änderten sich nicht mehr. 

Audi schrammte mit dem R8 LMS vom Team Sainteloc knapp am Podium vorbei. Wenige Minuten vor Fallen der schwarzweiß karierten Flagge hatte jedoch noch der WRT-Audi den vierten Platz inne, doch René Rast wurde von einem Porsche von der Strecke ins Aus gedrückt.

Vorläufiges Ergebnis der 24h von Spa-Francorchamps

1. Christensen/Lietz/Estre - Porsche 911 GT3 R
2. Makowiecki/Pilet/Tandy - Porsche 911 GT3 R
3. Engel/Buurman/Stolz - Mercedes-AMG GT3
4. Winkelhock/Vervisch/Haase - Audi R8 LMS
5. Müller/Dumas/Jaminet - Porsche 911 GT3 R
6. Farnbacher/van der Zande/Baguette - Honda NSX GT3
7. Olsen/Campbell/Werner Porsche - 911 GT3 R
8. Lind/Caldarelli/Mapelli - Lamborghini Huracán GT3
9. Bamber/Bernhard/Vanthoor - Porsche 911 GT3 R
10. Buhk/Auer/Götz - Mercedes-AMG GT3

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