Husqvarna Norden 901: In alle Himmelsrichtungen

Von Rolf Lüthi
An der Motorradmesse Mailand hat Husqvarna das Konzeptmotorrad 901 Norden vorgestellt. Der Prototyp einer Zweizylinder-Reise-Enduro, mit der man nicht nur nach Norden losziehen kann.

Für dieses Konzeptbike durften die Entwickler in die Vollen greifen. Technische Basis ist nicht die 790 Adventure der Schwestermarke KTM. Beim Motor darf es sogleich der Zweizylinder-Reihenmotor der brandneuen 890 Duke sein. Dieser dürfte dank 121 PS bei 9250/min und 99 Nm bei 7750/min auch für unübersichtliche Situationen immer genügend Vortrieb generieren.

Gitterrohrrahmen und Schwinge gleichen den Bauteilen der 790 Adventure R. Am Norden-Konzeptbile sind hochwertigere, mehrfach einstellbare Federelemente montiert. Die einfacher ausgeführten WP-Federelemente der Adventure R von WP bieten Federwege von 240 mm vorne und hinten. Wie die Adventure R rollt auch die 901 Norden – danke, danke – auf echten Offroad-Speichenrädern in 21 und 18 Zoll.

Das Design ist bei weitem gelungener als jenes der 790er Adventure R. Der bauchige Tank ist weg oder perfekt kaschiert, und die 901 Norden wirkt von der Seite aus einem Guss, nicht wie die zerhackt anmutende KTM. Dazu zeigen die Husqvarna-Designer vor, wie man einen gefälligen Rundscheinwerfer (selbstverständlich in LED-Technik) in ein modernes Design einfügt.

Bereits zu sehen war an diesem Reiseenduro-Prototyp auch Zubehör für die Reise. Für echte Abenteuer abseits ausgefahrener Hauptpisten sind hinten anstelle der bruchgefährdeten Kunststoffkoffer Textiltaschen montiert. Unterbodenschutz und Schutzbügel sehen Vertrauen erweckend robust aus. In einem Wort: Bauen!

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