Marmande-GP: Podest für Stephan Katt und Erik Riss

Von Jan Sievers
Langbahn-GP
Europameister Jannick de Jong gewann den Langbahn-GP in Marmande und führt in der WM, von Weltmeister Joonas Kylmäkorpi war nicht viel zu sehen. Stephan Katt und Erik Riss fuhren aufs Podium.

Stephan Katt hat seine Marmande-Phobie beiseite gelegt und war auf dem Weg, den Langbahn-Grand-Prix in Marmande zu gewinnen. «Ich war im Finale zweieinhalb Runden lang vorne und wollte außen im Griff Meter machen, doch dann habe ich einen Fehler gemacht und de Jong ist vorbei gekommen und hat das Rennen gewonnen», sagte der 34-Jährige zu SPEEDWEEK.com. «Ich habe mich geärgert, dass ich nur Zweiter geworden bin, aber ich bin auch happy, so gut in Marmande gefahren zu sein. Vor der Bahn hatte ich immer Megarespekt, da sie saugefährlich ist. Nun habe ich standgehalten. Ich muss zugeben, dass mir im Endlauf in der letzten Runde die Kraft gefehlt hat. Fast alle sind immer innen rumgefahren, doch ich bin immer im Langbahn-Stil außen im Griff gefahren und da werden irgendwann die Arme lang.»



Durch den zweiten Platz konnte sich der Neuwittenbeker nach dem Herxheim-Desaster näher an die Medaillenränge ranschieben und liegt nun auf Rang 5 der WM-Wertung.

Auf Goldkurs liegt nicht Weltmeister Joonas Kylmäkorpi, sondern Vize Jannick de Jong, der nach Herxheim auch den zweiten Grand Prix des Jahres gewinnen konnte und in der Form seines Lebens fährt.

Ihm am dichtesten auf den Fersen ist die Sensation des Jahres aus Bad Wurzach. Der 18-jährige Erik Riss machte sich bereits in Herxheim bei den arrivierten Stars unbeliebt, als er in seiner Rookie-Saison prompt auf Platz 3 landete. Dass der Podestplatz keine Eintagsfliege war, stellte er mit dem dritten Platz auf der anspruchsvollen Piste in Südfrankreich unter Beweis. In der Gesamtwertung ist Riss vor Mathieu Trésarrieu auf dem zweiten Platz, nur fünf Punkte hinter dem WM-Leader.

Weltmeister Kylmäkorpi zerstörte bereits im Training seine beiden Bikes und musste sich vom Niederländer Henry van der Steen Material leihen, um überhaupt starten zu können. Mit nur acht Punkten war vom fliegenden Finnen nicht viel zu sehen. Seine WM-Führung verlor er durch das Malheur und purzelte auf den vierten Platz.

«Ich habe heute eine wichtige Lektion gelernt», twitterte Kylmäkorpi. «Nur das beste Material und Leute um dich rum, ist gut genug, wenn du Weltmeister werden willst.»

Ob der Weltmeister besseres Material und bessere Leute findet, wird beim nächsten GP in Eenrum zu sehen sein.

Der Tageszweite Katt freut sich bereits auf das Rennen auf der Grasbahn. «Dort bin ich Europameister geworden und habe viele gute Erinnerungen an die Bahn», blickt er voraus. «Damals bin ich am Abend vor dem Rennen noch in Hertingen gefahren und alle sagten, dass ich spinne vor so einem wichtigen Finale die Nacht durchzufahren. Einen Tag später war ich Europameister. Auch in diesem Jahr ist am Abend vor Eenrum das Rennen in Hertingen. Ich werde da natürlich auch wieder starten.»

Ergebnisse Langbahn-Grand-Prix Marmanade/F


1. Jannick de Jong (NL), 21 Punkte.
2. Stephan Katt (D), 19.
3. Erik Riss (D), 19.
4. Richard Hall (GB), 20.
5. Mathieu Trésarrieu (F), 16.
6. Dirk Fabriek (NL), 15.
7. David Howe (GB), 12.
8. Theo Pijper (NL), 11.
9. Stéphane Trésarrieu (F), 10.
10. Joonas Kylmäkorpi (FIN), 8.
11. Josef Franc (CZ), 8.
12. Cameron Woodward (AUS), 6.
13. Richard Speiser (D), 5.
14. Andrew Appleton (GB), 5.
15. Jörg Tebbe (D), 4.
16. Gabriel Dubernard (F), 1.
17. Philipe Ostyn (F), 0
.

WM-Stand nach 2 von 5 Rennen

1. De Jong, 43 WM-Punkte. 2. Riss 38. 3. M. Trésarrieu 34. 4. Kylmäkorpi 33. 5. Katt 28. 6. Hall 25. 7. Franc 22. 8. Tebbe 20. 9. Fabriek 19. 10. S. Trésarrieu 18. 11. Appleton 13. 12. Woodward 12. 13. Speiser 12. 14. Aki-Pekka Mustonen (FIN), 12. 15. Howe 12. 16. Pijper 11.

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