Sito Pons hofft auf Schweizer Hilfe für Sohn Edgar

Von Günther Wiesinger
Moto2

Der zweifache 250-ccm-Weltmeister Sito Pons hat bisher keine WM-Plätze für seine Söhne Edgar und Axel gefunden. Am liebsten würde er Edgar ins Schweizer CGBM-Team transferieren. Statt Lecuona?

Sito Pons, 250-ccm-Weltmeister 1988 und 1989, hat vor einem Jahr Paginas Amarillas als Hauptsponsor für sein Moto2-Team verloren, für das Stars wie Maverick Viñales und Alex Rins in den Jahren 2014 bis 2014 immer wieder für Siege und Furore gesorgt haben.

2017 tritt Pons mit Sohn Edgar (22) und Rookie Fabio Quartararo an. Der Franzose ist WM-Sechzehnter, Sohn Edgar hat erst zwei karge Punkte eingesammelt. Für 2018 hat Sito für sein HP-40-Kalex-Team den Italiener Lorenzo Baldassarri und Héctor Barbera engagiert.

Der bereits 27-jährige Sohn Axel Pons fährt sei 2010 in der Moto2-WM. In diesem Jahr ist er auf einer Kalex des niederländischen RW Racing Teams unterwegs – und nur WM-21. mit 22 Punkten aus 16 Rennen.

Trotzdem zeigt Vater Pons wenig Verständnis dafür, dass sich die Nachfrage nach seinen Söhnen in Grenzen hält. Keiner von beiden hat bisher einen Moto2-Vetrag für 2018 in Aussicht. Edgar wird vielleicht in die Supersport-WM wechseln.

«Es ist schwierig», seufzte Sito Pons in Phillip Island vor der Abreise nach Malaysia.

Aber Pons senior hat die Moto2-Hoffnungen noch nicht völlig aufgegeben. «Ich verhandle mit Fred Corminboeuf», erzählte er. «Ich weiß, dass er für 2018 nur noch zwei statt drei Plätze hat.»

Und die sind vorläufig von Sam Lowes und Iker Lecuona beschlagnahmt.

CGBM-Teambesitzer Corminboeuf hat am Spanier Lecuona einen Narren gefressen, er hält ihn für den neuen Marc Márquez. Aber Lecuona ist jetzt beim Garage Plus Interwetten-Team seit einem Jahr im Einsatz (er ersetzte 2016 Aegerter ab Aragón) und hat sich bisher erfolgreich von den Punkterängen ferngehalten, im Trockenen, im Nassen und bei gemischten Verhältnissen. Im 25-Runden-Rennen von Phillip Island verlor Lecuona 56,5 Sekunden auf Sieger Oliveira.

Sein Schweizer Teamkollege Jesko Raffin glänzte hingegen auf Phillip Island mit dem starken vierten Platz – trotzdem hat er keinen Platz mehr im Schweizer Team! Trotz eines gültigen Vertrags.

Lecuona und Raffin haben eines gemeinsam: Beide Fahrer bringen keine Mitgift mit.

Bei Fahrern wie Quartararo, Gardner, Cortese und Bendsneyder hatte Corminboeuf 500.000 bis 600.000 Euro als Mitgift gefordert.

Doch solche Beträge wollte und konnte niemand aufbringen.

Teammanager Fred Corminboeuf kam nicht nach Japan und Australien, wo er von Sam-Lowes-Manager Roger Burnett gesucht wurde.

Nach dem Ausstieg von Interwetten, Garage Plus und CarXpert müssen neue Geldgeber für das 2,5-Mio-Budget gesucht werden.

Das Schweizer Team fuhr bis Ende 2014 auf Suter, seither drei Jahre auf Kalex, für 2018 ist der Umstieg auf KTM vereinbart worden.

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