Marcel Schrötter (3.): «Es ist kaum zu begreifen»

Von Frank Aday
Moto2
Marcel Schrötter jubelte über seinen ersten Podestplatz

Marcel Schrötter jubelte über seinen ersten Podestplatz

Zehn Jahre nach seinem ersten Grand Prix-Start gelang Marcel Schrötter beim Misano-GP 2018 sein erster Podestplatz. Der Bayer eroberte Platz 3 im Moto2-Rennen.

Kalex-Pilot Marcel Schrötter schnappte sich im Moto2-Rennen von Misano den ersten Podestplatz seiner GP-Karriere. Bei seinem 151. GP-Rennen stand der Bayer als Dritter nun zum ersten Mal auf dem Podest. Das deutsche Team Dynavolt Intact GP jubelte. Seinen ersten Grand Prix absolvierte Schrötter 2008 als Wildcard-Pilot auf dem Sachsenring, damals noch unter den Fittichen von GP-Legende Toni Mang.

In der Saison 2018 landete Schrötter bereits drei Mal auf dem vierten Rang, nun durfte er endlich auf dem Podest feiern. «Das ist immer noch kaum zu begreifen, denn es ist so viel Zeit vergangen. Ich weiß nicht, was ich die letzten Jahre gemacht habe. Meine Karriere hatte Höhen und Tiefen, seit ich in die Weltmeisterschaft kam. Ich wusste immer, dass ich schnell sein kann, wenn das Paket stimmt. Das fühlte ich schon im letzten Jahr, als ich zu Intact GP kam. Wir hatten mit der Suter zwar Probleme, wurden aber immer besser. In diesem Jahr mit der Kalex fühle ich mich viel wohler. An fast jedem Wochenende waren wir nah dran. Wir kamen diesem Ziel immer näher, nun stand ich endlich auf dem Podest», strahlte Schrötter.

In den ersten Runden verlor Schrötter viel Zeit. «Bagnaia war in den ersten Runden unglaublich schnell. Daran muss ich noch arbeiten», weiß der Bayer. «Dann kann ich noch bessere Resultate erzielen. Ich bin ab der Rennmitte genauso schnell. Ich bin aber trotzdem sehr glücklich. Ich danke meinem Team sehr, denn sie machen einen sehr guten Job, das Motorrad funktioniert immer hervorragend.»

In der letzten Runde versuchte Schrötter, Miguel Oliveira noch Platz 2 zu entreißen, was nicht klappte. «Ich war schneller. Diese Erfahrung habe ich mit ihm oder seinem Teamkollegen schon in den letzten Rennen gemacht, dass sie das Motorrad besser stoppen und sehr gut beschleunigen. Ich weiß nicht, ob es an der KTM oder an ihrem Fahrstil liegt. Das macht es schwierig, ihn zu überholen. Ich brauchte aber auch eine oder zwei Runden, um Mattia [Pasini] zu überholen. Das Manöver gegen Oliveira war riskant, aber wir haben uns nicht berührt. Ich habe es versucht. Wir hatten Glück und kamen beide ins Ziel.»

Nun liegt Schrötter auf dem siebten WM-Rang und hat sich bereits das nächste Ziel gesetzt. Den ersten GP-Sieg. «Dieser Podestplatz schenkt dir auch viele Erfahrungen. Es ist gut, so weit vorne zu sein. Natürlich wollen wir dem Sieger noch näher sein. Daran arbeite ich. Diese Dinge kannst du nur im Rennen lernen, denn wenn du auf Platz 5 oder 6 liegst, gehst du das Rennen ganz anders an», erklärte Schrötter.

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