Moto2

Jorge Navarro (Speed-up): «Ich bin zurück»

Von - 19.11.2019 06:51

Nach zwei enttäuschenden Moto2-Jahren meldete sich Jorge Navarro 2019 mit vier Podestplätzen in der Weltspitze zurück. Beim Saisonfinale in Valencia landete der Speed-up-Pilot auf Rang 3.

Jorge Navarro ging in Valencia von der Pole-Position in das letzte Moto2-Rennen der Saison 2019, das gleichzeitig der 100. Grand Prix seiner WM-Karriere war. In den Kampf um den Sieg zwischen Brad Binder (KTM) und Tom Lüthi (Kalex) konnte der Speed-up-Pilot zwar nicht eingreifen, am Ende wehrte er aber alle Angriffe von Stefano Manzi (MV Agusta) erfolgreich ab und stand somit bei seinem Heimrennen als Dritter auf dem Podest.

«Ich bin sehr glücklich, diese Saison mit vier Podestplätzen, vier Pole-Positions und dem vierten Platz in der Weltmeisterschaft zu beenden», unterstrich der 23-jährige Spanier. «Ich glaube, wir haben eine großartige WM-Saison gezeigt. Ich muss dem Team und allen Leuten, die jeden Tag hart mit mir arbeiten, danken. Es war eine sehr gute Saison für mich.»

2016 hatte Navarro die Moto3-WM mit zwei GP-Siegen auf Gesamtrang 3 beendet. In seinen ersten zwei Moto2-Jahren landete er 2017 und 2018 allerdings nur auf den Rängen 14 und 13 der WM-Tabelle. «Diese Saison war sehr gut für mich, weil ich an die Spitze zurückkehrt bin, wo ich in der Moto3 schon war. 2017 war hart für mich, jetzt kann ich sagen, dass ich zurück bin», bekräftigte er. «Zu Beginn der Saison hatte ich in der Anfangsphase der Rennen Mühe. Ein Teil des Problems war der Start, der nicht gut war. Ich war auch nicht aggressiv genug. Rennen für Rennen habe ich mich verbessert.»

In Valencia hatte sich Navarro allerdings mehr erhofft: «Für das Rennen hätte ich mir am Sonntag ein bisschen mehr erwartet, um ehrlich zu sein. Vor dem Qualifying haben wir etwas gefunden, was das Motorrad verbessert hat. Ich Warm-up haben wir es noch ein bisschen angepasst und das Bike hat noch ein bisschen besser funktioniert. Es fiel mir leicht, die Rundenzeiten zu fahren», erzählte er. «Im Rennen hat sich aber etwas verändert. Ich glaube, es lag am Wind. In jeder Kurve ist das Vorderrad weggerutscht. Das hat mein Rennen schwierig gemacht. Im ersten Sektor habe ich zum Beispiel aufgeholt, aber im dritten und vierten war ich ein bisschen am Limit. Dank der 'block pass'-Manöver vor mir habe ich wieder aufgeschlossen, aber ich hatte nicht die Chance, mit ihnen zu kämpfen. Sie waren ein paar Zehntel schneller», verwies der Speed-up-Pilot auf Binder und Lüthi, die auch in der WM-Tabelle vor ihm landeten.

«Manzi hat mich am Ende in Kurve 6 überholt. Ich wusste, dass er es versuchen würden. Ich wusste aber auch, dass ich auf der Bremse stark war, und habe ihn in der nächsten Kurve wieder überholt. Ich habe Tom gesehen und habe mir gesagt, wenn ich dran bliebe, werde ich Manzi hinter mir lassen. Ich habe auf der letzten Runde alles gegeben, hier in Valencia auf dem Podium zu stehen ist großartig für mich», freute sich Navarro nach dem Saisonfinale. «Ich habe zehn Meter später gebremst. Ich wusste, wenn er mich überholt, wird er weit gehen. Ich hatte ein gutes Gefühl auf der Bremse, aber nicht bei den Richtungswechseln. Auf der Bremse war ich stark», verriet er seinen Schlüssel zum dritten Platz.

Moto2-Ergebnis, Valencia:

1. Binder. 2. Lüthi. 3. Navarro. 4. Manzi. 5. Martin. 6. Fernandez. 7. Vierge. 8. Marini. 9. Di Giannantonio. 10. Lowes. 11. Pasini. 12. Aegerter. 13. Locatelli. 14. Dixon. 15. Bastianini. – Ferner: 17. Schrötter. 26. Öttl.

Moto2-WM-Endstand nach 19 Grand Prix:

1. Alex Márquez 262. 2. Binder 259. 3. Lüthi 250. 4. Navarro 226. 5. Fernandez 207. 6. Marini 190. 7. Baldassarri 171. 8. Schrötter 137. 9. Di Giannantonio 108. 10. Bastianini 97. 11. Martin 94. 12. Lecuona 90. 13. Vierge 81. 14. Nagashima 78. 15. Gardner 77. – Ferner: 22. Aegerter 19. 27. Raffin 6. 29. Tulovic 3.

Endstand Team-WM:

1. Flexbox HP 40, 391 Punkte. 2. Dynavolt Intact GP 387. 3. Red Bull KTM Ajo 353. 4. EG 0,0 Marc VDS 343. 5. MB Conveyors Speed Up 334.

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