Triumph in der Moto2-WM: 150 Motoren gebaut

Von Günther Wiesinger
Moto2
Die Dreizylinder-Motoren von Triumph leisten mehr als 140 PS

Die Dreizylinder-Motoren von Triumph leisten mehr als 140 PS

Die Teams und Fahrer freuten sich 2019 über die neuen, modernen Moto2-Einheitsmotoren von Triumph. ExternPro-Techniker Trevor Morris verrät Einzelheiten.

Die Engineering-Firma ExternPro hat ihren Sitz im Technopark MotorLand Aragón und kümmert sich seit acht Jahren um die Aufbereitung und die Revisionen für die Einheitsmotoren in der Moto2-Weltmeisterschaft. Neun Jahre lang wurden CBR600RR-Motoren von Honda verwendet, seit 2019 kommen die neuen 765-ccm-Dreizylinder von Triumph zum Einsatz.

Die Anzahl der Moto2-WM-Piloten wurde auf 30 reduziert, es gibt jetzt nur noch Zwei-Fahrer-Teams, denn Tascaracing und Kiefer wurden eliminiert, dafür haben Gresini und Petronas einen zweiten Platz erhalten.

«Wir haben in der Saison 2019 genau 150 Motoren im Einsatz gehabt», berichtet Technical Director Trevor Morris von ExternPro. «Dann bereiten wir acht weitere für die kommende Saison vor. Für uns spielt es keine Rolle, ob wir 34 WM-Fahrer haben oder 28.»

ExternPro und Triumph haben zu Beginn der Saison 2019 wurde allen Fahrern und Teams mitgeteilt, dass die maximale Drehzahl auf 14.000/min begrenzt werde. Das Drehzahllimit ist beim Runterschalten später auf 14.500/min erhöht worden. Doch manche Übeltäter im Sattel der 140 PS starken Moto2-Rennmaschinen kümmerten sich nicht sonderlich um diese Vorschriften, besonders Speed-up-Pilot Jorge Navarro galt als notorischer Überdreh-Sünder.

Alle Fahrer, die ihre Triebwerke regelmäßig mit mehr als 14.500/min quälen, erhalten eine Strafe in der Höhe von 5150 Euro Strafe für eine unplanmäßige Motorrevision.

«Die Kosten für diese Revision basieren auf den Kosten der benötigten Teile und der Arbeitszeit. Das Geld geht nicht an Triumph, sondern an ExternPro», heißt es bei Triumph.

Bei allen Moto2-Tests 2019 hat ExternPro die Motoren geliefert. «Denn es war ein neues Triebwerk und kein Team hatte welche», sagt Trevor Morris. «Inzwischen haben die Team ihre eigenen Dreizylinder-Motoren. Deshalb gehen wir bei den Tests jetzt zurück zum alten Honda-System. Auch damals haben die Team eigene Motoren gekauft und sie jeweils bei allen Wintertests verwendet. Erst beim letzten IRTA-test vor dem ersten Grand Prix haben wir die offiziellen Motoren ausgeliefert.»

Damit gehörten die Motoren zur festen Allocation, die IRTA und Dorna für die Teams finanzieren. Pro Fahrer und Saison müssen die Team nur 20.000 Euro für die Einheitsmotoren bezahlen.

«Die Teams haben jetzt 7200 Euro für einen Testmotor bezahlt», sagt Trevor Morris. «Wenn sie zusätzlich Triebwerke brauchen, kostet ein Exemplar vielleicht inzwischen 1500 Euro zusätzlich, also ca. € 8900.- Insgesamt haben wir 80 Testmotoren ausgeliefert. Denn manche Teams kauften sechs Motoren, manche vier, andere drei. Diese Testmotoren sind dann im Besitz der Teams. Sie können damit anstellen, was sie wollen.»

In der CEV-Repsol-Moto2-Europameisterschaft werden auch 2020 die betagten Honda-600-ccm-Motoren eingesetzt. Triumph wollte dort ursprünglich nach der ersten WM-Saison ebenfalls als Motorenlieferant auftreten.

Dieses Projekt wurde jedoch verschoben. Die CEV-Promoter, Dorna und Triumph verhandeln jetzt für die Saison 2021. «Es hört sich logisch an, dass in der EM die Dreizylinder eingeführt werden», meint Morris. «Denn für die 600er wird es irgendwann keine Teile mehr geben. Es gibt keine Firma, die noch Ersatzteile dafür anfertigt.»

Aber auch für die CEV-Moto2-Teams muss eine kostengünstige Lösung gefunden werden. Sie können nicht den vollen Preis bezahlen und fahren in der Regel auch mit Vorjahres-Chassis.

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