Jonas Folger: «Moto2 ist kein Kinderspiel»

Von Sharleena Wirsing
Moto2

Jonas Folger absolvierte zusammen mit seinem Freund und Moto2-Kollegen Marcel Schrötter ein intensives Training bei Nico Terol, dessen Trainer in Zukunft auch die beiden Deutschen betreut.

2014 wagt Jonas Folger, der Moto3-WM-Fünfte, den Sprung in die Moto2-Klasse. Damit er die 600-ccm-Maschine in der kommenden Saison um die Strecken dieser Welt peitschen kann, bewältigt Folger ein umfangreiches Trainingsprogramm.

Die intensive Saisonvorbereitung des Bayern, dem im Dezember die Metallteile aus seinem verletzten Knöchel entfernt wurden, wird vom Trainingsplan seines neuen Fitnesstrainers bestimmt. «Ich bin zwar schon seit dem Jahreswechsel wieder in Spanien, doch mit dem Aufbauprogramm für die Saison ging es erst in der vergangenen Woche richtig los. Ein Aufenthalt bei meinem Ex-Teamkollegen Nico Terol in dessen Heimartort Alcoy diente als ausgezeichnete Vorbereitung auf das Training, das ich unter der Anleitung seines Fitnessbetreuers umsetzen werde.»

«Den Dezember habe ich nicht nur wegen der Operation Mitte des Monats etwas gemütlicher verbracht, sodass sich sozusagen etwas Winterrost angesetzt hatte. Davon habe ich mich allerdings schnell befreit, da ab Anfang Januar fast täglich mit irgendeinem Motorrad trainiert wurde. Meistens war ich mit Marcel Schrötter unterwegs, der mit mir in Alcoy war und von nun an ebenfalls von Nicos Trainer betreut wird. Bezüglich meiner Gesundheit kann ich nun behaupten, dass ich wieder vollkommen fit bin. Die Entfernung der Metallteile vom linken Knöchel verlief reibungslos. Ab und zu ist die Wunde noch ein wenig zu spüren, was mich aber beim Training nicht im Geringsten behindert», beteuert Folger, der 2014 sein Moto2-Debüt auf der Kalex des Teams Argiñano & Gines geben wird.

Von der Willensstärke seines ehemaligen Teamkollegen Nico Terol will sich Folger eine Scheibe abschneiden. «Die Idee, zusammen mit Nico und seinem Physio zu trainieren, entstand im Verlauf der vergangenen Saison. Nico ist ein aufrichtiger und ehrlicher Kumpel und darüber hinaus ein super Athlet, von dem man viel lernen kann. Die Art und Weise wie er seine Aufgaben angeht, ist mehr als vorbildlich und davon habe ich mir im Verlauf der vergangenen Woche einiges abgeschaut. Am meisten beeindruckt mich jedoch sein Ehrgeiz. Dieser Biss und der unbändige Wille in jedem Moment das Beste zu geben, daran muss ich selber noch härter arbeiten. Bis auf ein paar gemeinsame Supermoto-Trainingstage war dies unser erstes richtiges Training in dieser Gruppe und von der ersten bis zur letzten Session war es in jedem Fall eine immens hilfreiche Lektion für mich.»

Gezieltes Training für Moto2

«In dieser Art und Weise zu trainieren macht natürlich ungemein mehr Freude als alleine. Man kann sich gleich an zwei Konkurrenten messen. Im Moment ist es allerdings nicht geplant, dass wir weiterhin regelmäßig mit Nico zusammen trainieren. Wir werden das kurzfristig entscheiden und uns einfach per Telefon absprechen, um eine Mountainbike-Tour zu unternehmen oder mit dem Supermoto-Bike auf einer Kartbahn zu trainieren», versichert der 20-Jährige in seinem Blog.

«Seit der vergangenen Woche ist mein Training unter der Anleitung von Nicos Fitnesstrainer nun gezielt auf die Bedürfnisse der Moto2-Klasse abgestimmt. Die ersten Tests im vergangenen November waren ein guter Indikator dafür, wo ich körperlich zulegen muss. In erster Linie braucht man für die schwerere Moto2-Rennmaschine natürlich mehr Kraft, aber auch mehr Ausdauer ist gefragt. Mit der Moto3-Maschine über die Distanz zu kommen war im Gegensatz dazu ein Kinderspiel», weiß Folger.

«Mein neuer Coach ist nicht nur ein hervorragender Fitnesstrainer in Bezug auf die Anforderungen des Motorradrennsports, er kann mir auch beim Fahrtraining helfen, da in seinem Programm einige Trainingsmethoden eingebaut sind, die die Umstellung des Fahrstils auf das Moto2-Bike erleichtern. Neben Training mit meiner Supermoto-Maschine auf Kartpisten gehören von nun an auch regelmäßige Sessions mit 100-ccm-MX-Bikes auf einer Flat-Track dazu. Diese sind äußerst hilfreich, um im Drift ein gutes Gefühl für das Motorrad zu bekommen. Natürlich beabsichtige ich auch mit einer 600-ccm-Supersportmaschine auf einer Rennstrecke zu trainieren, um mich einfach noch schneller an das schwerere Motorrad zu gewöhnen. Dies werde ich in den nächsten Wochen organisieren, aber ehrlich gesagt, bin ich mit dem neuen Trainingsplan genug ausgelastet und die ersten Testfahrten mit meinem Team sind nicht mehr allzu weit entfernt», ist sich Jonas Folger bewusst.

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