Spanische Meisterschaft: Fünf Deutsche neu dabei

Von Matthias Dubach
Moto2

Spanien gilt mit seiner hochklassigen Landesmeisterschaft CEV als Schlaraffenland des Motorradsports. 2014 zieht es noch mehr deutschsprachige Fahrer gen Süden. Schweizer Jesko Raffin ist Moto2-Titelkandidat.

Mit der Ausweitung der Spanischen Meisterschaft (CEV) auf Rennen in Frankreich und Portugal unterstreichen die Organisatoren ihren Anspruch, eine internationale und kompetitive Serie zu veranstalten. In Sachen Wettbewerb ist die CEV unter den nationalen Meisterschaften ohnehin konkurrenzlos: Die Serie hat sich längst als Vorhof der Weltmeisterschaft etabliert, sie wird von MotoGP-Promoter Dorna organisiert und von Öl-Multi Repsol grosszügig unterstützt, die Rennen werden im Fernsehen übertragen.

Immer öfters entscheiden sich junge Fahrer aus den deutschsprachigen Ländern, sich über die CEV für die WM zu empfehlen. Für Philipp Öttl etwa war das Jahr in Spanien eine ideale WM-Vorbereitung. Luca Amato hätte im renommierten Aspar-Team niemals die Chance auf sein Moto3-GP-Debüt bekommen, wenn er nicht in Spanien um den Titel gefahren wäre.

2014 wird nun vor allem die Moto2-Klasse zum Sammelbecken für deutschsprachige Talente. Neben dem Schweizer Jesko Raffin, der in seiner dritten CEV-Saison auf Kalex den Titelgewinn anstrebt, stösst mit Florian Alt, Toni Finsterbusch und Jan Bühn gleich ein Trio aus Deutschland hinzu. Dazu kommt mit Damien Raemy ein zweiter Schweizer, der neben der IDM Supersport auf Suter mehrere Rennen in Spanien fahren will.

In der Moto3-Klasse wird sich Max Kappler als aktueller IDM-Moto3-Champion mit dem 14-jährigen französischen CEV-Meister Fabio Quartararo, Maria Herrera, Marcos Ramirez, Adrian Martin, Alejandro Medina oder Remy Gardner messen. Dazu will Amato einen weiteren Anlauf auf den Titel nehmen, noch steht sein Team aber nicht fest.

Das ADAC Sachsen Leistungszentrum erkannte die Zeichen der Zeit bereits 2013 und trat fix mit Max Enderlein und mit dem im Herbst suspendierten Klaus Heidel in der CEV an. Das Projekt soll weitergehen. Allerdings ist Teammanager Dirk Reissmann klar, dass dies nur mit konkurrenzfähigem Material sinnvoll ist. Das Wettrüsten fast schon auf WM-Niveau ist die Schattenseite der attraktiven CEV, was auch schon Ex-Weltmeister und CEV-Teambetreiber Carlos Lavado in einem SPEEDWEEK-Interview kritisierte.

Mit Thomas Gradinger ist auch ein Österreicher stark an einer kompletten CEV-Saison interessiert, aber das Paket ist noch nicht geschnürt. Der bisherige IDM-Pilot steckt in den Verhandlungen mit verschiedenen Teams.

Deutschsprachige in der Spanischen Meisterschaft 2014

 

Moto2

Florian Alt (D/17): Stylobike, Kalex; Moto3-WM, 0 Pkt. (Team, Motorrad, Serie und Ergebnis 2013)

Jan Bühn (D/22): H43 Hernandez, AJR; IDM Supersport, Rang 5

Toni Finsterbusch (D/20): Racing Team Germany, AJR; Moto3-WM, 0 Pkt.

Jesko Raffin (CH/17): Pons, Kalex; CEV Moto2, Rang 4

Damien Raemy (CH/19, nicht alle Rennen): Swiss Racing Sports, Suter; IDM Moto3, Rang 16

 

Moto3

Luca Amato (D/17): offen, offen; Moto3-WM, 0 Pkt.

Max Enderlein (D/17): ADAC Sachsen, offen; CEV Moto3, 0 Pkt.

Thomas Gradinger (A/17): offen, offen; IDM Moto3, Rang 6

Max Kappler (D/16): Racing Team Germany, FTR-Honda; IDM Moto3, Meister

Kalender CEV Repsol 2014

6. April: Jerez/E
18. Mai: Le Mans/F (nur Moto3)
8. Juni: MotorLand Aragón/E
22. Juni: Barcelona/E
6. Juli: Albacete/E
7. September: Navarra/E
2. November: Portimão/P
16. November: Valencia/E

Redaktionelle Mitarbeit: Helmut Ohner, Esther Babel

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