Exklusiv: WP & KTM fahren Moto2-WM 2017 – mit Binder?

Von Günther Wiesinger
Moto2
Die WP-KTM wird diese Woche in Brünn getestet

Die WP-KTM wird diese Woche in Brünn getestet

Jetzt steht es fest: WP Suspension und KTM setzen in der Moto2-WM 2017 zwei Fahrer auf der Eigenbaumaschine ein – im Ajo-Team. Wunschfahrer Nummer 1 ist Brad Binder.

KTM und WP Suspension werden in dieser Woche in Brünn mit Ricky Cardus und Julián Simón die neue Moto2-Maschine (mit Stahlrahmen) testen.

Inzwischen steht fest: Das Ajo-Motorsport-Team wird dieses Motorrad 2017 in der Weltmeisterschaft einsetzen – mit zwei Fahrern. Einer wird Moto3-WM-Leader Brad Binder sein.
«Das kann ich inzwischen bestätigen», erklärte KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir werden 2017 im Team von Aki Ajo mit zwei Fahrern den Moto2-WM-Einsatz durchziehen. Der Vertrag mit Brad Binder ist noch nicht unterschrieben. Aber er wäre unser Wunschfahrer. Brad ist bei uns einer der Gründe, warum wir jetzt die Lücke zwischen Moto3 und MotoGP mit einem Moto2-Projekt schliessen wollen. Wir wollen einen Topfahrer wie Brad Binder nach so einer Saison, egal wie sie ausgeht, nicht an ein anderes Team oder an eine andere Marke verlieren. Er soll nicht von uns wegmüssen. Deshalb hoffe ich, dass wir uns mit seinem Manager einigen können.»

Julián Simón, vor zehn Jahren noch für das Red-Bull-KTM-Werksteam in der 125er-WM unterwegs, hat vom QMMF-Team und Speed-up kein vertragliches Verbot, ein anderes Fabrikat zu testen. Beirer: «Wir haben das abgeklärt, er ist für private Tests an kein Fabrikat gebunden.»

Kann der Sachsenring-GP-Dritte Julián Simón bei Ajo, WP und KTM auch ein Kandidat für 2017 werden? «Vorerst geht es nur um Testfahrten», sagt Pit Beirer. «Ich möchte jetzt einmal von den Rundenzeiten her eine echte Referenz haben. Wenn du mit einem Fahrer testen kannst, der jetzt in dieser WM-Klasse aktuell unterwegs ist, hast du aktuelle Vergleichszeiten. Von dort weg können wir besser planen. Wir können das Moto2-Projekt bisher nicht einwandfrei einschätzen, weil uns mit den bisherigen Testfahrern die wahren Vergleiche fehlen. Diese Woche wird für uns die Woche der Wahrheit. Wir testen am Dienstag und Mittwoch mit der Moto2-Maschine in Brünn und mit der MotoGP-Maschine in Spielberg. Wir werden also am Ende dieser Woche wissen, wo wir mit diesen beiden Projekten stehen.»

Für Aufsteiger Binder und Teambesitzer Aki Ajo (er fährt die zweite Moto2-Saison mit Weltmeister und WM-Leader Zarco auf Kalex) steht der Deal mit WP und KTM ein gewisses Risiko dar – vom Material her. Niemand kann bisher dessen Konkurrenzfähigkeit wirklich einschätzen.

Beirer: «Die meisten, die sich getraut haben, ein Risiko einzugehen, sind belohnt worden. Ich habe nicht gesagt, alle... Wir sind mittlerweile bekannt dafür, dass wir unser Bestes geben, wenn wir etwas machen und machen wollen. Und dann kommt ja irgendwann auch einmal etwas raus dabei. Wir haben niemandem versprochen, dass wir 2017 ein Moto2-Motorrad haben werden, das Weltmeister werden kann. Denn Kalex und Speed-up machen einen Superjob, sie haben die Latte verdammt hoch gelegt. Wir bilden uns jetzt nicht ein, dass wir auf dem Reißbrett ein Motorrad entwerfen und auf Anhieb damit vorne mitfahren können oder siegfähig sind. Aber wir haben ein fixes Ziel, auch in der MotoGP. Und da werden wir dranbleiben, bis wir konkurrenzfähig sind.»

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