Katar: Honda dominiert mit Joan Mir, Öttl gestürzt

Von Sharleena Wirsing
Moto3

Die Moto3-Piloten stürmten in Katar am ersten Rennsonntag 2017 zuerst auf die Strecke. Honda-Pilot Joan Mir feierte seinen zweiten Moto3-Sieg für das Leopard-Team nach dem Österreich-GP 2016.

Die Moto3-Fahrer konnten vor ihrem ersten Saisonrennen 2017 aufatmen, denn die Strecke in Katar war komplett trocken. Philipp Öttl aus dem Team Südmetall Schedl GP Racing stand auf dem zweiten Startplatz hinter Honda-Pilot Jorge Martin. Romano Fenati komplettierte Startreihe 1. Dahinter folgten Bo Bendsneyder, Niccolò Antonelli und Joan Mir.

Als die Sonne am Horizont hinter dem Losail International Circuit verschwunden war, gab die Moto3-Klasse den Startschuss zum ersten Rennsonntag 2017. Um 18 Uhr Ortszeit (17 Uhr in Deutschland) preschten die 30 Moto3-Fahrer aus der Startaufstellung. Gabriel Rodrigo konnte durch einen Bruch des rechten Schlüsselbeins, den er sich im FP1 zugezogen hatte, nicht am Rennen teilnehmen.

Start: Pole-Setter Jorge Martin erwischt wie KTM-Pilot Philipp Öttl einen guten Start, sie führen das Moto3-Feld in die erste Kurve.

Runde 1: Honda-Pilot Martin vor Öttl (KTM), Antonelli (KTM), Mir (Honda), Bendsneyder (KTM), Migno (KTM) und Guevara (KTM). Mir schnappt sich Öttl und verdrängt ihn auf Platz 2.

Runde 3: Joan Mir, Österreich-Sieger 2016, schnappt sich die Führung. Dahinter folgen Martin, Migno, Antonelli und Öttl. Der schnellste Pilot auf der Strecke: John McPhee aus dem neuen British Talent Team auf Platz 11. Öttl holt sich Platz 4 zurück.

Runde 4: Migno schießt auf der Start-Ziel-Gerade an Martin und Mir vorbei in Führung. Bo Bendsneyder stürzt und humpelt durch die Auslaufzone von Kurve 6 nach einer Berührung durch Livio Loi. Mir setzt sich wieder in Führung, Öttl Vierter. McPhee rückt in großen Schritten an die Spitze heran.

Runde 6: Jorge Martin führt vor Philipp Öttl, Joan Mir und John McPhee. Mir setzt sich wieder vor Martin, Öttl und McPhee in Führung. In Kurve 7 stürzt Albert Arenas mit seiner Mahindra.

Runde 7: John McPhee, Brünn-Sieger im Regen 2016 auf Peugeot, führt nun vor Mir, Öttl und Martin. Mir schlägt zurück und verdrängt seinen Honda-Kollegen McPhee auf Platz 2.

Runde 8: Philipp Öttl will sich aus dem Windschatten die Führung schnappen, doch er ist zu schnell dran, muss in Kurve 1 weit gehen und fällt auf Platz 8 zurück. Nun führt Guevara vor Martin und McPhee.

Runde 11: Martin, Mir, McPhee und Migno wechseln sich immer wieder an der Spitze ab. Philipp Öttl liegt nur noch auf dem neunten Rang. Die Führungsgruppe umfasst 13 Fahrer. Überraschend: Die WM-Favoriten Nicolò Bulega und Enea Bastianini liegen außerhalb der Punkteränge auf 16 und 17.

Runde 13: Philipp Öttl und Guanfran Guevara stürzen in Kurve 6. Öttl schiebt sich innen neben Guevara, verliert die Front und räumt seinen KTM-Kollegen ab. Nun führt Fenati auf der Honda des Marinelli Rivacold Snipers-Teams.

Runde 16: Aron Canet entreißt Joan Mir aus dem Leopard-Team die Führung, doch der Spanier kontert. Auch McPhee zieht an Canet vorbei. Dahinter folgen Fenati, Martin, Migno, Di Giannantonio und Antonelli.

Letzte Runde: Fünf Honda-Piloten führen das Moto3-Feld in die letzte Runde: McPhee, Mir, Canet, Martin und Fenati. Mir schnappt sich McPhee und liegt vorne. Der Spanier verteidigt die Führung souverän.

Ziel: Joan Mir feiert auf der Honda des Leopard-Teams seinen zweiten GP-Sieg und ist nun WM-Führender der Moto3-Klasse. Hinter Mir freut sich das neue British Talent Team über Platz 2 für John McPhee, der den Sieg nur um 0,135 sec verpasste. Dahinter folgen seine Honda-Kollegen Jorge Martin, Aron Canet und Romano Fenati.

Bester KTM-Pilot ist Andrea Migno auf Platz 5 vor Niccolò Antonelli (KTM), Fabio Di Giannantonio (Honda), Marcos Ramirez (KTM) und Adam Norrodin (Honda). Red Bull Rookies Cup-Sieger Ayumu Sasaki glänzte bei seinem ersten Grand Prix als Stammfahrer mit Platz 11. Bester Peugeot/Mahindra-Pilot war Jakub Kornfeil auf Platz 20.

Überraschend: Die WM-Favoriten Nicolò Bulega (KTM) und Enea Bastianini (Honda), der WM-Zweite von 2016, erreichten nur die Plätze 14 und 16.

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