Joan Mir: «Mit der KTM hatte ich keinen Spaß»

Von Neil Morrison
Moto3

Moto3-Weltmeister Joan Mir, der 2018 in die Moto2-Klasse aufsteigt, sprach nun über den Wechsel von KTM zu Honda und seine Lehren aus dem Titelkampf 2017.

2015 gab Joan Mir auf der Honda des Leopard-Teams sein GP-Debüt beim Großen Preis von Australien als Ersatzfahrer für Hiroki Ono. Leopard Racing ermöglichte Mir 2016 dann seine erste vollständige Saison in der Moto3-WM auf KTM. Seinen ersten Podestplatz und gleichzeitig seinen ersten Sieg errang Mir beim Grand Prix von Österreich auf dem Red Bull Ring. 2017 krönte sich Mir, nun wieder auf Honda, nach zehn Saisonsiegen und einer überlegenen Saison zum Weltmeister.

Joan, deine GP-Karriere als Stammfahrer begann 2016 auf einer KTM. Was hat dich davon überzeugt, dass eine Honda für 2017 die bessere Wahl ist?

Ich habe das Team überzeugt. Mit der KTM hatte ich keinen Spaß. Ende 2016 kämpften wir um Siege, aber ich fühlte mich in keinem Rennen wohl. Ich sagte, dass ich eine Veränderung will. Das Team fand die Idee interessant.

Hatte das mangelnde Wohlbefinden auf der KTM mit deinem Fahrstil zu tun?

Ja, es lag an meinem Fahrstil. Zudem bin ich groß, die KTM ist etwas kleiner als die Honda, was es mir schwer machte.

Dachtest du, dass das genau die richtige Maschine für dich ist, als du bei den Tests Ende 2016 die Honda fuhrst?

Nein. Als ich dachte, dass es ein sehr gutes Bike ist und die Sitzposition sehr angenehm ist. Aber die Rundenzeiten... Keine anständigen Zeiten. Wir machten uns Sorgen. Doch dann nahmen wir Änderungen vor und fanden das korrekte Set-up. Dann folgte schon in Katar der erste Saisonsieg.

Du hast 2017 viele Rennen trotz enger Fights in der letzten Runde gewonnen. Die Taktik stimmte. Bereitest du dich auf diese Kämpfe in der letzten Runde beim Training speziell vor?

Nein. Ich denke, das kann man nicht trainieren. Das ist unmöglich, oder? Es kommt ganz natürlich. Ja, es ist der Instinkt. Ich studiere aber meine Gegner.

Im Rennen von Assen hast du acht Positionen in der letzten Runde verloren. Danach hast du betont, dass dir dieser Fehler nicht wieder unterlaufen wird. War das eine wichtige Lektion?

Ja, daraus habe ich gelernt. Ich war zu selbstbewusst. Ich sagte mir: ‹Dieses Rennen gewinne ich ganz einfach.› Aber so war es nicht. Ich dachte, dass ich einen Fahrer, der mich schnappt, dann in der letzten Kurve wieder überholen kann. Dann gingen aber acht Gegner an mir vorbei. Daraus lernte ich.

Gab es einen bestimmten Moment, ab dem du dachtest, dass du Weltmeister wirst?

Als ich in Le Mans gewann, denn bei den Siegen in Katar und Argentinien sagten die Leute, dass der Titelkampf erst ab Jerez bei den Rennen in Europa beginnt. In Jerez stand ich auf dem Podest und gewann in Le Mans. In Frankreich sagte ich mir dann: ‹Okay, ich bin auch in Europa konkurrenzfähig. Also kann ich den Vorsprung zu Canet oder Martin halten.›

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