Lundberg (Leopard): «Rennfahrer-Gehirne sind seltsam»

Von Sharleena Wirsing
Moto3

Das Leopard-Team feierte 2017 den Moto3-Titelgewinn mit Joan Mir. Nun soll Enea Bastianini auf Titeljagd gehen. Leopard-Cheftechniker Christian Lundberg ist überzeugt, dass auch Lorenzo Dalla Porta für Siege sorgen kann.

Das Leopard-Team verlor für 2018 Moto3-Weltmeister Joan Mir, der in die Moto2-Klasse aufstieg. Mit Enea Bastianini und Lorenzo Dalla Porta verpflichtete die Truppe um Cheftechniker Christian Lundberg erneut zwei aussichtsreiche Piloten. Bastianini zählt seit Jahren zu den stärksten Moto3-Piloten, Ex-Junioren-Weltmeister Lorenzo Dalla Porta soll durch den Wechsel von Mahindra zu Honda beflügelt werden.

Am Dienstag in Jerez belegten Bastianini und Dalla Porta die Plätze 2 und 9. Für den zweiten Testtag erhalten sie den Honda-Motor für 2018. «Mein erster Eindruck von unseren neuen Fahrern ist exakt das, was ich erwartet hatte. Unser Bike und das Set-up sagten ihnen sofort zu, die Rundenzeiten waren umgehend schnell. Sie waren flotter unterwegs als in der Saison zuvor. Darum stand ihnen die Freude von Anfang an ins Gesicht geschrieben. Doch wir müssen abwarten, denn die Rennwochenenden sind nicht so wie die Tests. Die Gehirne von Rennfahrern sind seltsam, manchmal funktionieren sie unter Druck nicht», lachte Lundberg.

Was hat sich an der Moto3-Honda im Vergleich zu 2017 verändert? «Der Rahmen der Honda ist fast exakt wie jener von 2017. Nur an einer Stelle wurde das Chassis steifer gemacht. Den neuen Honda-Motor haben wir noch nicht eingesetzt, er wird für den Mittwoch in die Bikes gebaut», berichtete Lundberg. «Wir sind natürlich hier, um Rennen zu gewinnen. Ich denke, wir haben auch in diesem Jahr wieder zwei gute Fahrer, die von Anfang an um Siege kämpfen können. Die Moto3-Klasse ist aber sehr schwierig. In der letzten Runde gewinnt der cleverste Fahrer, denn die Spitzengruppe ist immer riesig. Ich hoffe, dass meine Fahrer genau verstehen, was sie in der letzten Runde machen müssen.»

Die Moto3-Zeiten beim Jerez-Test, 6. März:

1. Aron Canet (Honda) 1:46,642 min
2. Enea Bastianini (Honda), 0,363 sec
3. Marco Bezzecchi (KTM) +0,546
4. Alonso Lopez (Honda) +0,762
5. Jorge Martin (Honda) +0,825
6. Philipp Öttl (KTM) +0,836
7. Tatsuki Suzuki (Honda) +1,172
8. Makar Yurchenko (KTM) +1,186
9. Lorenzo Dalla Porta (Honda) +1,217
10. Andrea Migno (KTM) +1,241
11. Nicolò Bulega (KTM) +1,467
12. Darryn Binder (KTM) +1,600
13. John McPhee (KTM) +1,634
14. Fabio Di Giannantonio (Honda) +1,691
15. Gabriel Rodrigo (KTM) +1,748
16. Dennis Foggia (KTM) +1,812
17. Tony Arbolino (Honda) 1,812
18. Marcos Ramirez (KTM) +1,867
19. Jaume Masia (KTM) +1,910
20. Niccolò Antonelli (Honda) +2,007
21. Jakub Kornfeil (KTM) 2,022
22. Kazuki Masaki (KTM) +2,104
23. Kaito Toba (Honda) +2,244
24. Ayumu Sasaki (Honda) +2,244
25. Livio Loi (KTM) +2,291
26. Albert Arenas (KTM) +2,654
27. Nakarin Atiratphuvapat (Honda) +2,672
28. Adam Norrodin (Honda), +3,400

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