Philipp Öttl: Mentaltraining und ein Motorschaden

Von Matthias Dubach
Moto3
Philipp Öttl: Rückschlag am Samstagmorgen

Philipp Öttl: Rückschlag am Samstagmorgen

Nach drei Moto3-Trainings in Brünn belegt der Kalex-KTM-Fahrer nur Rang 32. Das zweite Training hatte Öttl aber nicht bestreiten können.

Im dritten freien Training beim Brünn-GP steckte Philipp Öttl wieder bedeutend länger in seiner Lederkombi als noch am Freitagnachmittag. Im zweiten Training war nach zwei Runden der KTM-Motor in der Kalex kaputt gegangen, «Phil» hatte vorzeitig Feierabend. In der dritten Session am Samstagmorgen musste er sich allerdings mit Rang 31 zufrieden geben, Öttl büsste 3,020 sec auf die Bestzeit von Luis Salom (KTM) ein. Im ersten Auftritt am Freitagmorgen hatte es noch besser ausgesehen: Der 17-Jährige hatte als 20. nur 2,555 sec eingebüsst. «Wir sind vom Setting her schon ganz gut aufgestellt», meinte Öttl danach.

Der Youngster blieb auch noch dem Motorschaden zuversichtlich, dass das verlorene Training noch aufholbar ist. «Wir werden im Qualifying nur zwei Mal stoppen und nochmals viel zum fahren kommen», tröstete sich der Bayer aus dem Tec-Interwetten-Team. Der Motorschaden war im Prinzip auf Wunsch von KTM passiert: Weil nächstes Jahr nur noch sechs Motoren statt acht pro Saison erlaubt sind, müssen die Teams die Lebensdauer ausloten, bei Öttl trat der Schaden nach 1500 km auf. Vater Peter Öttl: «Es ist besser, das passiert im freien Training als im Quali oder im Rennen.» Philipp schmunzelte über die entgangene Trainingszeit: «Das Glück des Tüchtigen gibt es offenbar nicht!»

Vor einer Woche in Indianapolis hatte sich der Rookie schwer getan, nach der Sommerpause wieder in Schwung zu kommen, ausserdem kannte er die Strecke in den USA nicht. In Tschechien ist das anders. «Trotz des Motorschadens fühle ich mich besser als am Freitag in Indy. Brünn kenne ich gut, ich war dreimal mit dem Red Bull Rookies Cup hier.»

Um nach Indy den Kopf für Brünn wieder frei zu bekommen, rief Öttl diese Woche seinen Trainer an. «Ich hatte sozusagen eine Telefonkonferenz. Er hat mir ein paar Tipps für den mentalen Bereich gegeben. Das ist eigentlich eine simple Sache, aber es hat gut getan. Es ist das Wichtigste, dass man im Kopf bereit ist.»

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