Kiefer: Ramos schon schneller als Alt/Finsterbusch

Von Otto Zuber
Moto3
Das Moto3-Team Kiefer Racing arbeitete in der Spanischen Meisterschaft in Valencia erstmals mit Gabriel Ramos zusammen. Im zweiten Lauf wuchs der Neuzugang über sich hinaus.

Beim Event der Spanischen Meisterschaft (CEV) in Valencia standen beide zukünftigen WM-Piloten von Kiefer Racing am Start. Gabriel Ramos, ohnehin CEV-Pilot, fuhr erstmals im neuen Kiefer-Umfeld eine Kalex-KTM. Und Luca Grünwald trat im Freudenberg-Team auf KTM an, um sich nach einem Jahr in der IDM Supersport wieder an die Moto3 zu gewöhnen.

Am Ende war es bei der Kiefer-Premiere mit dem neuen Fahrer aus Venezuela nicht nur ein Platz in den Punkten, wie am Vortag erhofft, sondern sogar ein Platz in den Top-Ten. Im ersten Lauf am Sonntagvormittag hatte Ramos Pech, bewies aber Kampfgeist: Er stürzte, fuhr in die Box, konnte das Rennen wieder aufnehmen und jagte dann dem Feld mit drei Runden Rückstand hinterher. Am Ende wurde er als 35. Fahrer in der Ergebnisliste aufgeführt. Im zweiten Lauf am Nachmittag folgte dann das Highlight. Ramos fuhr vom 24. Startplatz auf den achten Rang nach vorne. Damit weist sein Punktekonto neu 26 Zähler auf, vor dem Saisonfinale in Jerez bedeutet das Tabellenrang 13. Grünwald stellte mit den Rängen 9 und 11 einmal mehr sein Talent unter Beweis.

Gabriel Ramos atmete nach dem gelungenen zweiten Lauf auf: «Im Warm-Up am Morgen hatten wir die Probleme von gestern besser im Griff und ich konnte eine schnellere Zeit fahren. Im ersten Rennen hatte ich gleich in der zweiten Kurve einen Sturz und wir haben das Motorrad schnell in der Box repariert. Im zweiten Rennen ging es von Anfang an besser. Ich konnte meine Zeit noch mal verbessern und mich auch bis zum Ende in meiner Gruppe behaupten.»

Teammanager Stefan Kiefer fiel beim ersten Rennwochenende mit Ramos auf, dass dessen Englischkenntnisse noch mangelhaft sind. Allerdings konnte Kiefer auf einen prominenten Übersetzer zählen: Carlos Lavado, der zweifache 250-ccm-Weltmeister, ist Mentor seines jungen Landsmanns, der bisher in seinem Team Venezuela angetreten ist.

Stefan Kiefer sagte: «Die Arbeit mit ihm ist sehr, sehr gut. Wir haben noch immer eine spanische Barriere, aber das überbrücken wir im Moment noch mit dem Übersetzer, was auch ganz gut funktioniert. Ich denke, wenn er über den Winter etwas Englisch büffelt wird es im Frühjahr schon besser gehen.»

Im Team musste ausserdem festgestellt werden, dass der bisher nicht gerade als kommender Weltmeister bekannte Venezolaner mit seiner besten Rundenzeit im Rennen (1:41,522 min) deutlich schneller war als die bisherigen Stammfahrer Toni Finsterbusch (1:42,147 min) und Florian Alt (1:42,204 min) beim Grand Prix vor einer Woche am selben Ort.

Kiefer: «Wir waren für das erste Rennen zuversichtlich, Gabriel ist aber leider in der zweiten Kurve gestürzt und dann ging natürlich nichts mehr. Zum Glück ist nicht viel passiert, er kam in die Box, wir haben es repariert und er konnte mit drei Runden Rückstand weiterfahren. Er ist aber da dann auch schon eine sehr gute Rundenzeit gefahren, sodass wir davon ausgehen konnten, dass es im nächsten Rennen besser wird. Im zweiten Rennen hat er dann den achten Platz belegt und noch mal seine Rundenzeit auf 1:41,5 verbessert. Das ist jetzt ca. eine Sekunde schneller als wir letzte Woche beim GP waren, damit müssen wir eigentlich zufrieden sein.»

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