Husqvarna-Teamchef Aki Ajo: Titel mit Danny Kent?

Von Günther Wiesinger
Moto3

Als Husqvarna-Moto3-Teammanager kommen auf Aki Ajo ein paar neue Herausforderungen zu. Er muss zwei Marken und zwei Siegfahrer (Miller und Kent) unter einen Hut bringen.

Ab 5. Februar testet das Husqvarna Factory Team von Aki Ajo auf dem Circuito de Almeria mit Danny Kent und Niklas Ajo.

Wir haben Teambesitzer Aki Ajo zu seinen Plänen und Zielen mit der neuen Marke befragt.

Aki, du setzt in der kommenden Saison fünf Moto3-Fahrer ein, zwei auf Werks-Husqvarna, drei auf Werks-KTM. Aber nur Danny Kent wird eine Husvqarna mit Red-Bull-Sponsorship fahren?

Ja, Danny ist Werksfahrer, Niklas ist werksunterstützter Fahrer. Das Motorrad von Niklas wird dieselben gelben Räder und den hellgrau lackierten Rahmen haben. Aber beim Design gibt es Unterschiede. Bei Niklas bleibt der Husqvarna-Teil identisch, aber er hat andere persönliche Sponsoren wie Tecno, Avant und Sauna-Hersteller Karava.

Im November hiess es, Husqvarna werde Bel-Ray als Öl-Sponsor haben, KTM werde Motorex haben. Ausserdem war der Plan, Husqvarna solle mit IWF-Auspuffanlagen fahren, KTM weiter mit Akrapovic. Jetzt sieht es anders aus?

Ja, es werden bei beiden Fabrikaten Akrapovic-Auspuffanlagen montiert sein. Und da es eine Vereinbarung mit Motorex für drei Werksfahrer gab, hat sich auch beim Ölsponsor nichts geändert. Vier meiner fünf Fahrer fahren mit Motorex – Miller, Hanika, Kent und Niklas; nur Hafiq Azmi nicht.
Husqvarna und KTM werden technisch identisch sein. Wir haben das neue Material bereits im November getestet. Das Chassis ist neu, auch ein paar andere technische Details. Die Unterschiede sind nicht so gross wie von 2012 auf 2013. Aber es gibt Veränderungen; auch beim Motor.

Traust du Danny Kent zu, dass er auf demselben Niveau fährt wie Jack Miller?

Ja, unser Ziel sollte sein, dass Danny von Beginn an der Spitze mitmischt. Denn er hat 2012 bei uns zwei Moto3-WM-Rennen gewonnen, er war WM-Vierter. Ich bin sicher, dass er bereit ist. Er hat schon im November bei uns getestet. Und wir fahren allein im Februar zehn weitere Testtage. Er hat genug Zeit, sich nach dem Moto2-Jahr wieder an die Moto3 zu gewöhnen. Ich traue ihm zu, dass er an die Spitze zurückkommt. Ich denke, auch Hanika und Niklas können nahe an der Spitze dran sein.

Du rechnest also mit zwei Titelanwärtern im eigenen Team – Miller und Kent gleichauf?

Ja, ich hoffe sogar, dass vier unserer Fahrer vorne mitmischen.

Du hast aber eine neue Situation. Früher bist du zwar manchmal von einem Jahr aufs andere innerhalb des Piaggio-Konzerns von Derbi zu Aprilia gewechselt. Aber zwei unterschiedliche Marken im gleichen Jahr, das ist neu für dich? Und zwei Titelanwärter hattest du auch noch nie?

Ich rechne deshalb nicht mit Schwierigkeiten. Wir haben eine gute Mannschaft, die Techniker sind in den Teams klar aufgeteilt. Wir haben mit unseren Partnern alles geklärt.

Für Eigentümer Stefan Pierer ist KTM die bedeutendere Marke. Soll also in erster Linie KTM gewinnen?

Ich bin bei dieser Frage der falsche Ansprechpartner. Für mich als Teambesitzer geht es darum, dass unsere beiden Marken an der Spitze mitmischen. Dafür möchte ich sorgen.

Jorge Martinez muss bei seinen drei Teams in drei Klassen mit drei verschieden Fabrikaten dauernd die Teamuniform wechseln. Wenn du zwischen deinen Teams hin- und her spazierst, kannst du auf deiner Teamuniform auch nicht gleichzeitig für KTM und Husqvarna werben?

Ja, das ist wahr. Du wirst beim ersten Rennen sehen, wie wir dieses Problem lösen. Vielleicht muss ich einen neuen Teammanager engagieren...

Nach dem Aufstieg von Salom und Viñales gibt es ausser Alex Rins keinen klaren Favoriten für die Moto3-WM?

Das ist vor dem ersten Test schwierig zu sagen. Vor einem Jahr dachten auch alle, keiner werde Viñales das Wasser reichen können. Und plötzlich waren Salom und Rins da. Nachher kamen Alex Márquez und ein paar andere dazu...
Jetzt wetten alle auf Rins und Miller. Aber ich bin sicher, es wird 2014 mehr Siegfahrer geben. Wir dürfen Danny Kent nicht vergessen, Márquez, Antonelli, Fenati; vielleicht fahren auch Oliveira, Tonucci und so weiter vorne mit.

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